3 Männer, 1 Frau, 1600 km und Kurven, Kurven, Kuven

Regenklamotten an...aus...an..aus..anziehen

Wie ich mich freue! Seit einigen Jahren verbringen langjährige Freunde und ich ein paar Tage auf dem Moped und touren durch die Gegend. Dieses Jahr toppen wir die Anzahl der Tage und planen 4 Tage. Uff. Das wird hart. Denn ich habe noch u.a.  2015 und Schweiz/Italien 2016 im Kopf und erinnere mich an die darauffolgenden Tiefschlafphasen.

S. unser bester Fahrer und Tourenguide grinst hämisch, als wir uns treffen und wünscht uns gute Fahrt. Aha!

Niemand von uns hat dieses Jahr eine nennenswerte Zahl auf den Kilometerzähler gefahren. Dann also schööön langsam anfangen.

1.Tag:

Start: Konstanz. Zuerst geht es wieder auf die Autobahl nach Chur um Zeit zu sparen. Jetzt wissen wir immerhin wie sich das Moped anhört und fahren uns in der Lenzerheide mit den ersten Kurven warm. Ist das herrlich.  Ueber den Julierpass nach St. Moritz. Dann durch Celerina, Poschiavo nach Edolo. Hier beginnt dann die 2 Stufe der Warmfahrphase, denn die Kurven werden unübersichtlicher und enger. Jetzt muss es wieder sitzen, das Fahrgefühl. Weiter geht es nach Breno,Darfo, und am Lago d Ìseo vorbei. Inzwischen sehe ich nur noch Seen und Kurven. Lago d`Idro und Lago di Ledro. Einmal dachte ich zudem, dass das Navi von S. irre ist. Es führte uns durch eine nur mopedbreite Strasse, die steil bergab ging. Die Wegführung ist nicht erkennbar, da eine steile Kurve und ein Steinbogen die Sicht versperrte. Wer da steckenbleibt, hat keine Chance zu drehen…Hier stoppte ich und wartete einfach mal ein paar Minuten, ob jemand wieder fluchend den Rückweg antritt.  Was natürlich zur Folge hatte, dass ich kurzfristig den Anschluss verpasste, da dies tatsächlich (ich kann es noch immer nicht glauben) der richtige Weg war. Boing.

Nach bereits vielen gefahrenen Stunden  freuen wir uns auf das erste Hotel. Aber leider ist der Passo Croce domini gesperrt und wir müssen einen längerenUmweg fahren um endlich in Gargnano im Hotel Tre Punte anzukommen. Der Empfang ist super. Bei Regen werden unsere Mopeds auf ein gesichertes Privatgrundstück gebracht und wir dürfen uns erstmal trockenlegen und die liebevoll eingerichteten Zimmer beziehen.  Ein Restaurant gibt es zwar nicht im Hotel, aber der Durst kann in der  Bar gegenüber gestillt werden, die ein herzlicher Italiener führt. Und eine grosse Auswahl an Speisen hat 10 Meter weiter ein Restaurant. Also alles bestens. Nach 480 km Fahrt, einem Stück Fleisch mit Steinpilzen und Rotwein schlafe ich entsprechend sehr gut.

2.Tag:

Nach dem Frühstück und einer netten Verabschiedung der Cheffin steigen wir auf die Mopeds. Das Einfahren bleibt aus, denn der Weg schlängelt sich von Beginn an durch die Gegend. Tief einatmen und genießen. Ein  Hoch auf meine Reifen, die sich ratzfatz mit dem Asphalt verzinken und mir ein Gefühl von Sicherheit geben. Wir kurven oberhalb des Lago di Garda , vorbei an Riva und pirschen uns von hinten an den Monte Baldo ran. In Höhe Affi Richtungsänderung nach Molina und ab in den Naturpark della Lessinia.  Es ist heiß und wir genießen die Fahrt auf den Monte Grappa. Allerdings ziehen hier prombt die Wolken hoch und wir sehen gar nichts! Schade, denn bei ungetrübter Sicht, hat man einen gigantischen Weitblick. So fahren wir weiter und geraten  wieder in einen  Regen- und sogar Graupelschauer. Wir halten brav durch, denn unser geplanter Stopp Arsie ist nicht mehr weit. Hier ist die nächste Uebernachtung direkt am See Lago die Caro gebucht. Froh,  am gebuchtem Hotel Parigi  angekommen zu sein, folgt die Ernüchterung. Die Begrüssung besteht aus einem abfälligem Blick auf unsere nassen Regenkleidung. Gut, besonders attraktiv sehen wir nicht aus, aber uns dann erst die Ausweise suchen zu lassen, bevor wir überhaupt richtig angekommen sind, ist sehr gewöhnungsbedürftig. Zudem gibt noch eine Lektion, dass das angeschlossene Restaurant KEINE Pizza hat, sondern nur besonders gute (und preislich gehobene) Gerichte anbietet. Da gefriert sogar unserem Charmeur J. das Lächeln im Gesicht. Dann etwas Hektik. Kurz ein Feierabendbierchen, gefolgt von einer heissen Dusche (die Zimmer sind stilvoll und gemütlich eingerichtet)  und ab zum Essen, bevor die Küche (sprich: der Hausherr) schließt. Nun ist die Welt wieder in Ordnung. Bei zugegeben gutem Essen mitWein ist der Abend mit meinen Jungs unterhaltsam und gemütlich.

 

3. Tag:

Der Regen hat sich verzogen und lässt erahnen, wie hübsch dieser Ort bei Sonne sein kann. Nach einem spärlichen Frühstück ( weder international noch italienisch konnte man dieses Frühstück nennen) und einem wenig warmem Abschied folgt das gleiche Procedere vom Vortag. Von Beginn an wird Konzentration für die vielen engen Kurven in der trentinischen Gegend gefordert. Herrlich.

Kirschen…hier gibt es Unmengen schon an KIRSCHEN! Ich liebe Kirschen und kaufe mir dann auch gleich 1 kg, die (wer hätte es gedacht) durch das Rumgeschüttel während dem Fahren dann gar nicht mehr so appetitlich aussehen. Schniff.

S., schon sichtlich über meine Regenhosen-Anzieherei genervt (ich hasse nun mal Wasser in den Motorradstiefeln!) fahren wir die letzten 8 km bei Regen durch und gelangen an das La Ripa Hostel in Albino, das in einem beeindruckenden altem Convent untergebracht ist.  Allerdings hätten wir die Rezeptionszeiten beachten müssen. Ein Fresszettel klebt an der Klingel: Wir haben bis 19 Uhr auf. Nun ist es 19:15 Uhr. … öhmm. Nach einem Telefonat verabreden wir uns mit der quirligen Rezeptionistin auf 20:30 Uhr und verbringen die Wartezeit in einer kahlen Lieferservice-Pizzeria. Nach dem Einlass in das Hostel stellen wir uns auf Feierabend ein. Genial. Alles ist frisch renoviert und es gibt Platz ohne Ende in den Zimmern. Ein Künstler unterstützt das Hostel mit Bilder und Skulpturen. Den Abend verbringen wir in einer Bar im Dorf bei italienischem Wein, niederländischem Bier und französischer Salami.

4.Tag:

Wie es sich gehört, scheint auch heute morgen wieder die Sonne. Unser nun typisch  italienisches Frühstück besteht aus  Kaffee und süssem Gebäck. Oha. Und dies bei hungrigen Mäuler. 2 gefüllte Croissants für jeden! Dann mit Bauchweh auf die Mopeds. Der Nachhauseweg gestaltet sich wie die letzten Tagen phänomenal. Kurven, Kurven, Kurven. Von Albino aus düsen wir über Trevasco San Vito im Zickzack an den Lago di como. Leider ist der Passo San Marco noch gesperrt. Eine Herausforderung ist anschliessend  der Splügen-Pass. Diese Kehren fordern nochmals alles. Zum Glück ist meine Fahrweise hier unter vorsichtig einzustufen. So kann ich beruhigt an der Polizei vorbeifahren, die sich am Fusse des Passes den Rasern annimmt.  Ein Highlight ist nochmals das Rofla-, sowie das Viamala-Tal.

Ich bin platt und der Abend fortgeschritten. So entscheiden wir uns bei Chur wieder auf die Autobahn zu fahren, um 2 Stunden später müde, aber heile und glücklich wieder am Bodensee einzutrudeln.

 

Danke S. für die super Planung. Alles war perfekt. Nichts zu meckern gibt es. Naja…vielleicht eine Kleinigkeit….räusper… nächstes Jahr ein paar Pausen mehr mit Möglichkeiten für den WC-Gang für Damen !

 

 

 

 

 

Hier die Tour im Motoplaner.de geplant:

http://www.motoplaner.de/#v4&47.63061,9.22461,1,0,0;47.5572,9.28524,1,0,0;47.01151,9.51146,1,0,0;46.72753,9.55781,1,0,0;46.5106,9.63411,1,0,0;46.4107,10.02612,1,0,0;46.15412,10.15296,1,0,0;45.93686,10.32756,1,0,0;45.93204,10.30417,1,0,0;45.92874,10.30344,1,0,0;45.82731,10.12108,1,0,0;45.71442,10.24696,1,0,0;45.71376,10.48205,1,0,0;45.68486,10.63384,1,0,0;45.73812,10.73003,1,0,0;45.78318,10.72943,1,0,0;45.88767,10.841,1,0,0;45.88531,10.8481,1,0,0;45.79862,10.89364,1,0,0;45.72837,10.85651,1,0,0;45.56849,10.87416,1,0,0;45.56944,10.89655,1,0,0;45.64517,10.93064,1,0,0;45.65065,10.9858,1,0,0;45.64191,11.02658,1,0,0;45.62676,11.03298,1,0,0;45.6863,11.07629,1,0,0;45.61304,11.12931,1,0,0;45.6114,11.13889,1,0,0;45.60083,11.14504,1,0,0;45.59358,11.21241,1,0,0;45.56522,11.25785,1,0,0;45.54935,11.2775,1,0,0;45.51577,11.46292,1,0,0;45.53056,11.5012,1,0,0;45.85582,11.73545,1,0,0;45.8734,11.80357,1,0,0;45.92212,11.78892,1,0,0;45.9571,11.75342,1,0,0;45.92324,11.67676,1,0,0;45.95665,11.32875,1,0,0;45.97626,11.2899,1,0,0;46.01126,11.30253,1,0,0;46.03706,11.30147,1,0,0;46.0802,11.09831,1,0,0;46.03902,11.05756,1,0,0;46.04351,10.95889,1,0,0;45.93623,10.81144,1,0,0;45.90897,10.83234,1,0,0;45.9023,10.83425,1,0,0;45.85438,10.63687,1,0,0;45.73015,10.43445,1,0,0;45.7203,10.42103,1,0,0;45.70191,10.20657,1,0,0;45.65403,10.01736,1,0,0;45.66158,9.97428,1,0,0;45.6789,9.94528,1,0,0;45.73314,9.95449,1,0,0;45.73153,9.90696,1,0,0;45.74801,9.85151,1,0,0;45.76579,9.80197,1,0,0;45.77687,9.73967,1,0,0;45.84272,9.73036,1,0,0;45.88079,9.70748,1,0,0;45.87512,9.68183,1,0,0;45.87409,9.6528,1,0,0;45.8917,9.52356,1,0,0;46.0104,9.37526,1,0,0;46.03316,9.31364,1,0,0;46.2123,9.44828,1,0,0;46.50552,9.33038,1,0,0;46.56175,9.35074,1,0,0;46.56893,9.38966,1,0,0;46.58184,9.42146,1,0,0;46.62913,9.44196,1,0,0;46.65493,9.4497,1,0,0;46.68368,9.4466,1,0,0;46.6979,9.44677,1,0,0;47.1739,9.46549,1,0,0;47.18185,9.46578,1,0,0;47.18253,9.46315,1,0,0;47.18306,9.45831,1,0,0;47.1819,9.4658,1,0,0;47.2039,9.44131,1,0,0;47.21177,9.49745,1,0,0;47.52492,9.38688,1,0,0;47.55708,9.28509,1,0,0;47.6315,9.22443,1,0,0;47.63863,9.20193,1,0,0&&0,0

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Martina

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