30 km Bodenseewanderung Landschlacht – Steckborn

Kein Auto, 2 Tage frei, Wettervorhersage sagt Regen voraus. Was also machen, um nicht in als Gammelfleisch auf dem Sofa zu enden? Grosses Projekt starten um kläglich zu enden… das ist doch mal was. Wie weit komme ich wohl, wenn ich rausgehe und zwei Tage Zeit habe? Gleich ausprobieren.  Wasser, Vesper, Geld und meinen Lieblingsmitläufer eingepackt und los geht es. Vom Campingplatz in Landschlacht kann man geradezu an den Bodensee gelangen.

Die ersten Kilometer nach Konstanz vergehen im Fluge. Der Weg verläuft stets am Bodenseeufer. Die andere Seite des Weges  ist mit Häusern verbaut, deren Erbauer am liebsten eine 10 Meter hohe Hecke  als Sichtschutz wachsen lassen. Der Reichtum ist hier sichtbar. Von modernen Beton-Glasbunker, über Villen ohne Klingelnamen, bis hin zu idyllischen Holzhäusern mit Edelausstattung…. Hier darf geträumt werden.

Den Füssen gönnen wir in Bottighofen die erste Pause. Im Biergarten des Restaurants Fischerhaus verschlingen wir geradezu das Schorley. In Konstanz dann zügig durch die Stadt  und wir gelangen über den Stadtteil Paradies nach Tägerwilen. Durch das Tägermoos gelaufen, kühlen wir unsere Füsse am Kuhhorn(Tägerwilen)im Seerhein. Schön hier.

Der nächste Ort ist Gottlieben. Neben einer berühmten Vergangenheit kann das Dörfchen auch mit einem Schloss  und den Gottlieber Hüppen aufwarten. Nach Gottlieben zieht sich der Wanderweg. Immer geradeaus…. wenig abwechslungsreich. Daher gönnen wir uns inTriboltingen an der Kirche eine kleine Rast. An der Hauptstrasse packen wir Käse, Wurst und Brot aus und bearbeiten es mit dem guten Schweizer Taschenmesser. Diese Kalorien benötigen wir  für den schweisstreibenden “Aufstieg” von geschätzten 100 Höhenmetern 🙂 auf den Seerücken. Die Aussicht auf den Unter- und Zellersee entschädigt jedoch sofort. Hier oben gibt es viele Spaziermöglichkeiten. Wir wandern der Nase bzw. dem Seerücken entlang und landen inErmatingen. Hier findet gerade ein Weinfest statt, das natürlich besucht werden will.

Das Weiterlaufen fällt sichtlich schwerer. Stöhn, ächz… wie war das? 24- Std. -Wanderung? Puhh. Noch will keiner aussprechen, dass dies nicht aufgehen wird. Nicht mit unseren Füssen. Nicht mit unserer Kondition. In Berlingen erfrischen wir uns am Dorfbrunnen. Romantischen Örtchen übrigens. Der Weg führt uns weiter nach Steckborn. Die Sonne geht unter und wir geniessen eine Postkartenidylle. Traumhaft.

In Steckborn gucken wir uns nur kurz in die Augen und sind uns ohne Worte einig: Ab in den Zug und nach Hause. Genug für heute.

Es lohnt sich. Die Tour kann beliebig gekürzt oder verlängert werden. Einkehrmöglichkeiten gibt es zu Hauf. Steigungen gibt es, ausser den Seerückenanstieg, quasi keine. Und wer die Schnauze voll hat, kann sich fast in jeder Ortschaft wieder mit den ÖV  nach Hause bringen lassen.

hier noch die Tourdaten, die auch im Artikel bei Auf und Ab hinterlegt sind:

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Martina

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