Auf, um und neben dem Forststeig im Elbsandsteingebirge…2.Tag

Endlich ist die endlos lange Nacht ( 1.Tag hier klick) vorbei. Sobald wir unsere Körperteile irgendwie bewegen können steigen wir etwa 7.30 Uhr miefend und schlotternd aus den Schlafsäcken. Erst der heisse Fertigkaffee (unglaublich, wie lecker ein Tütchenkaffee schmecken kann), bringt die gute Laune zurück. Über den Baumwipfeln sieht man bereits die  Sonne. Allerdings dauert es, bis diese wärmende Strahlen uns erreichen werden. Am nahen Bächlein gibt es eine sehr flüchtige Katzenwäsche. Zusätzlich kommt der Wasserfilter zum Einsatz und wir füllen hier unsere Wasservorräte.  Nach einem warmen Müsli packen wir gemütlich ein und brechen gegen 9 Uhr auf.

Schon die ersten Meter sind traumhaft schön. Eine kleine Kletterpartie am Bächlein und am Fels entlang. Dann geht es noch etwas an der Grenze entlang. Neben uns wieder eine Vielzahl von Pilzen. Wir halten nun Ausschau auf ein Zeichen, wann es nun links abgeht. Lt. Karte sind es dann nur einige Meter auf einem Forstweg, der auf die Strasse  Stezka Labska Piskovce übergeht. Vorbei führend an Chirstianenburg, einem Gasthof, wo wir unser Frühstück geplant haben. Naja. Wir finden tatsächlich ein Schild mit der Aufschrift Stezka Labska Piskovce (was vermutlich nur Naturschutzgebiet Labske heisst) und folgen dem Trampelpfad, der tatsächlich in eine Strasse übergeht. Und prompt sind wir  falsch. (Tja Herr Böhm…die böhmische Karte sollten Sie aktualisieren ..) Unser Kaffee in einem Gasthof bekommen wir nie. Stattdessen gelangen wir zum Jägerkreuz und laufen im Anschluss auf dem bequemen Daumkamm zum Hoher Schneeberg. Hier begegnen uns einige Pilzsammler, die bombastisch gefüllte Körbe mit sich tragen. Auf dem 723 m hohen Berg angelangt, verbringen wir hier unsere wohlverdiente Mittagspause. Ich bin begeistert! Eine hausgemachte Hühnersuppe, wie ich es nur noch aus Oma s Kochbuch kenne. Schwimmende Fettaugen auf einer gut mit Einlagen gefüllter Suppe. Boah! Das gibt Kraft eine frisch angedockte Zecke zu entfernen.  Mein Herz steht kurzfristig still, als ich sehe, dass hier mit Kronen bezahlt werden sollte. Den Tatbestand habe ich  total verpennt! Aber zum Glück sind auch Euros willkommen..uff.

 

Die Sonne strahlt mit uns um die Wette.  Wir sind von Felsformationen umgeben und können den Boulderen und Kletterer zuschauen. Nach Ostrov führt nun ein geteerter Wanderweg. Die Beine tun mir in den Wanderschuhen weh und wackle  auf den Campingplatz. Auch hier sind passionierte Kletterer anzutreffen, die auf den vielen anspruchsvollen Felstürmen auf ihre Kosten kommen.

Eine angenehme Kombination am Abend folgt: Menschen glotzen, duschen, essen und schlafen.

 

Hier die Strecke (1 +2. Tag)

 

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Martina

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