Auf, um und neben dem Forststeig im Elbsandsteingebirge…3.Tag

Nach den doch ordentlich kühlen Nächten wird jeder morgendlicher Sonnenstrahl mit einem Juchzen aufgenommen. Der Forststeig verläuft gleich vom Campingplatz aus mit einem gut ausgeschilderten Wanderweg zu den Tyssner Wände um dann einen Knick wieder nach Norden zu machen. Dann stosst er wieder auf die deutsch-tschechische Grenze. Hier kann man sich immer des Weges sicher sein, da die Grenzsteine und -pfähle gegenwertig sind. Nun bloss wieder die Augen offen halten. Denn die Wahrscheinlichkeit den Trampelpfad bei den Fichtenwände zu verpassen ist hoch. Ich platze vor Stolz, als wir die Abzweigung finden. Doch schon nach einigen Meter kann der Weg nicht mehr stimmen. Und dummerweise wimmelt es hier von  Markierungspunkten, denn die Forstbetriebe nutzen ebenfalls einen orangen Punkt..tatata). Oft ist das Gras zwischenzeitlich hoch gewachsen und macht einen Weg unerkenntlich. Leider ziehen nun auch Wolken auf. Zwischen den Felsen der Fichtenwände laufen wir etwas orientierungslos umher.  Zudem tröpfelt es nun auch und wir beginnen das Spiel: Zieh Dich an, zieh Dich aus kleine Maus…Schade.

Spätestens als  wir auf dem Mehlsteig landen, wissen wir, dass wir wohl eine weitere Abzweigung verpasst haben. Aber wir kennen immerhin nun unseren Standortund und  können ohne weiteren Verirrungen zum nächsten Aussichtspunkt Zeisigsteig wandern. Die Regenkleidung können wir nun anlassen, denn es regnet nun dauerhaft.  Jetzt wieder ab durch das Gestrüpp und zum Kachenmoor. Der Weg ist sumpfig und die eigentlich wasserdichten Wanderschuhe werden  unangenehm feucht. Nach dem Zauschengrund  erscheint eine Kreuzung mit mehreren Pfaden. Die orangene Forstwegmarkierung würde rechts am Fels vorbeiführen. Hier ist eine Schneise erkennbar, die allerdings mit mannshohen Farn bewachsen ist. Wir nehmen die linke Variante der Böhm`schen Karte und wuchten uns auf den Kamm. Hier empfängt uns wieder mal Gestrüpp ohne Ende und wir sind an unseren langen Hosen froh. Nun gelangen wir auf den Diebesgrund und der Forstweg führt  uns zur Johanneswacht.  Ein toller Ausblick trotz Regenwolken auf unzählige Felsnadeln, die sich um das Tal platziert haben. Unser Ziel ist die Biwakhütte Beutewaldhütte. Leider ist sie noch geschlossen und erst ab 2018 nutzbar. So trotten wir, zwischenzeitlich durchnässt (meine Regenjacke macht schlapp) im Regen nach Ottomühle. Hier finden wir in der gleichnamigen Herberge ein frisch renoviertes Zimmer. Trotz der nassen Dreckspur, die wir mit unseren Sachen legen, sind die Betreiber freundlich und kochen uns noch schnell eine leckere Soljanka.

Ahh…In einem Bett schlafen und nicht zu frieren hat was !

 

Hier die Strecke:

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Martina

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