Autor -Martina

Zwei Tage im Alpstein—2.Tag

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Dank der moderaten Tour am Vortag hat niemand an Muskelkater zu leiden. Die Sonne scheint uns schon beim Frühstück unerwartet ins Gesicht. Der primäre Kurz-Heimweg wird nun in die längere aussichtsreichere Version geändert. Zwar bekannterweise hochfrequentiert, aber unsere Gruppe ist so tiefenentspannt, dass wohl nichts mehr sie aus der Ruhe bringen kann. Die Kleiderauswahl fällt auf das T-Shirt und später werden auch die Beinlinge abgetrennt. Jawoll…allen Wetterprognosen zum Trotz…es ist Sommer!

Von der Bollenwees führt uns der Weg gleich steil zur Saxer Lücke hoch. Das Verschnaufen lohnt sich, denn ein wolkenumgarnter Felsspitz steht imposant vor der Nase. Ab hier verläuft der Weg nun immer am Grat entlang. Rechts sieht man auf das Rheintal, während auf der linken Seite der Alpstein vor einem liegt. Beim Stauberer legen wir eine kurze Rast ein. Hier wird derzeit kräftig renoviert bzw. gebaut. Sich verlaufen ist unmöglich. Immer weiter, die entgegenkommenden oder überholenden Menschen grüssend (dieser Weg nennt man nicht umsonst : „Grüezi Weg“) gelangt man nach einiger Zeit auf den Hohen Kasten. Von dort schnappen wir uns die Seilbahn, die uns nach Brülisau bringt. Dann ab in den Bus und anschliessend mit dem Zug nach Wasserauen zurück.

Hier die Tourdaten 2.Tag:

Zwei Tage im Alpstein—1.Tag

Meglisalp im Blick mit Ausblick

Es grenzt an ein Wunder, dass tatsächlich ein Termin zum Wandern gefunden wurde. Zwei Nasen allerdings sagten sehr kurzfristig ab, da sie dem Wetter so gar nicht trauen.  Dem  Alpstein, mit seinem alpinen Charakter, sollte man tatsächlich mit gewissem Respekt begegnen.  Der Regen sollte am späten Vormittag verschwinden, aber Schneefall und Temperturen von 4 Grad, die auf einigen Wetterseiten prognostiziert werden, sind nicht spassig. So rufe ich bei der reservierten Berghütte an und kann Entwarnung geben. Kein Schnee in Sicht und alles ist wanderbar. Wunderbar.

Nur um eines vorzugreifen! Wir haben weder die eingepackten Handschuhe noch den  Fleecepulli oder die Regenhose benötigt. Nur an den windungeschützten Stellen zogen wir die Regenjacke an. Nachmittags zeigte sich zudem häufig die Sonne. Wenn Engel reisen ;-). Mit Grüsse an D.W. und M.W, die sich leider nicht überreden liessen….

1.Tag.

Wir starten in Wasserauen. Es ist bewölkt. Aber die Steigung zu Beginn durch den Wald am Hüttentobel bringt uns gleich ins Schwitzen.  Gutes Warmlaufen im Wald mit einem, von den letzten Regenfällen, gefülltem Bach. Aus dem Wald raus eröffnet sich das Wanderparadies. Es gibt immer was zum Schauen. Die saftig grünen Wiesen, die spektakulären Felsformationen, die Wolkenspiele, die gerade blühenden Bergwiesen und zwischendurch der Seealpsee . Begleitet wird die Wanderung vom Gebimmel der  Kuhglocken, die einfach dazu gehören. Dann ertönt wieder ein Murmeltierruf…

Unterhalb der Marwees folgen wir dem Weg. Zur rechten den Blick zum Seealpsee und der gegenüberliegenden Bergkulisse. In der Meglisalp pausieren wir um den leckeren Zwetschgenkuchen zu essen, der heute auf der Karte steht.  Nun steht mir der Sinn  nach einem Nachmittagsschläfchen. Allerdings zwingt mich die Gruppendynamik zum Weitermarsch. So trotte ich die folgenden Höhemeter zum Bötzel hoch. Hier oben pustet uns der Wind kalt um die Ohren, so dass die Regenjacken nun als Windjacken dienen. Am Fusse der Widderalpstocks folgt man dem Weg die nächste Stunde immer bergab. Es folgt eine Abzweigung rechts in den Wald hinein. Die doofen Naturtreppen haben NIE meine Beinlänge. Ich liebe deshalb meine Wanderstöcke und schiebe mich so den Wanderweg hoch. Nach 20 min erreichen wir das Ziel.   Die Bollenwees am Fählensee gelegen. Durch eine gute Infrastruktur zählt diese Hütte zu den sehr gut ausgebauten/ausgerüsteten Häusern.

 

Hier die Tourdaten:

 

 

Bücherbaum

Bücherbaum

Ich lese gerne. Damit ich bei den Umzügen nicht mehr die schweren Kisten schleppen muss, bin ich die letzten Jahre dazu übergegangen, mir den Lesestoff in Papierform aus der Bücherei zu holen. Hingehen-schmökern-ausleihen-lesen-zurückbringen.

In entfernten Städten ist dies jedoch nicht wirklich möglich. Und wenn man dann noch das ebook (für mich nur eine praktische Alternative zum Buch) vergisst, ist das nervig.

Um so genialer finde ich die Idee eines Bücherbaumes. Hier kann sich jeder kostenfrei ein Buch holen, lesen und dann entscheiden, was er macht. Behalten oder zurückbringen.

Warum nicht die Bücher, die zu Hause als Staubfänger dienen, einfach einpacken und einstellen?  Die Nächsten freut`s, wenn neues Material im Bücherbaum steht.

gesehen in Ostrach

 

Schlamm-Spass-Bewegung- die Muddy Angels

Der Sprung ins Ungewisse

Im April wurde mein Alptraum wahr. Meine Freundin schenkte mir zum Geburtstag eine offizielle  Frauen- Joggingrunde. Offiziell bedeutet hier, dass sie mich zu einem Rennen angemeldet hat. Ich, die sich nur hin und wieder für ein gewisses Ziel (z.B. Projekt Fernwandern oder Bikinifigur) aufrafft und abends in der Dunkelheit einige Runden vor sich hinschlürft.

Panisch päpple ich meine Kondition die folgenden zwei Monate auf, damit ich auf  den angesagten 5 km nicht ganz zusammenbreche. Zudem sind auf dieser Strecke zusätzlich 11 Stationen aufgebaut, die zu bewältigen sind. Also lebe ich ganz nach dem Vorsatz: Vorbereitung ist alles.

Und dann ist es soweit! Ca.5000 Frauen, die an einem Tag gestaffelt in Gruppen loslaufen. Eine organisatorische Meisterleistung! Alles läuft reibungslos. Die Ausrichter des Muddy Angel Runs sind geübt und gehen professionell an die Sache ran.

Nun sind wir dran! Und die Stimmung wechselt von angespannt zu gelassen. Der Beginn eines völlig entspannten und lustigen Tages.

Nach dem Aufwärmen unter der Fuchtel einer nicht müde zu kriegenden Fitness-Front-Frau geht es los. Und zwar ganz gemütlich. Jede Frau läuft ihr Tempo. In Gruppen oder alleine. Jetzt erst merke ich, dass es nicht um eine sportliche Höchstleistung geht, sondern um Spass und einen guten Zweck. Vor den Stationen staut es sich meist etwas, aber so kann man auch gleich ein Schwätzchen mit Mitstreiterinnen halten.

Ich bin mächtig stolz. Mein Training hat sich gelohnt und wir düsen ohne grosse Anstrengung durch. Und das sogar mit quietschenden matschdurchtränkten Turnschuhe, Matsch zwischen den Zähnen und völlig durchnässter Bekleidung. Die Stationen haben es in sich: Hier abtauchen, dort durchkriechen und hier drüber klettern. Alles dabei. Zum Abschluss müssen alle Teilnehmer  durch ein Schaumbad. Jetzt ist es endgültig aus mit der Frisur!

Meine Freundin und ich klatschen uns ab. Geschafft! Nächstes Jahr sind wir definitiv wieder dabei!

Muddy Angel Run unterstützt mit einem Anteil der Startgelder Initiativen zur Aufklärung gegen Brustkrebs. Entsprechend ist pink die dominierende Farbe bei diesem Event. Zumindest zu Beginn….

Zum Abduschen stehen kalte Schlauchduschen zur Verfügung. Erfrischend! Das einzige, was mich nachdenklich stimmt, ist  dieser Müllberg danach. Sämtliche Frauen entsorgen ihre Kleidung vor Ort. Ich habe noch nie soviel Schuhe auf einem Haufen gesehen. Schade.

 

Ansonsten ein sehr gelungenes Projekt. Ich kann es nur weiter empfehlen!

 

 

 

Wandern am Walensee- Von Weesen nach Quinten

Pause mit Blick zum Walensee

Wochenende! Endlich wieder eine Gelegenheit um ein paar Stunden  in der Natur zu verbringen. Der Walensee ist mit dem Auto, bzw. mit den ÖV super zu erreichen. Daher ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen.

Weesen eignet sich als Startpunkt hervorragend.  Von dort aus starte ich am Seeufer und folge brav der Beschilderung Richtung Quinten. Blöderweise ziehen sonnige Wochenende auch Scharen an Gleichgesinnte an und ich bin Teil einer Völkerwanderung . Der asphaltierte Weg  führt nach Betlis am Badestrand vorbei. Es geht durch einen schnuckligen Felstunnel durch. Endlich wird es ruhiger. Die Strasse ist nun auch nicht mehr für den Autoverkehr zugelassen und man teilt sich denWeg nur noch mit Velofahrer. Das bleibt leider auch so, denn diese Wanderstrecke ist ebenso eine zugelassene Mountain-Bike-Strecke, die bei diesem Wetter ebenso von 2-Rad-Liebhabern frequentiert wird. Ein kurzes Schwätzchen mit einem dort wohnhaften netten und kommunikativen Schweizer versüsst den Tag, denn tiefenentspannt gewährt er einen Einblick in seine Garage, die einiges zu bieten hat. 3 Motorräder und 2 Sportwägen…uiuiuiu. Die Schweizer 😉

Nun geht es leicht bergauf und ab in den Wald. Schade, dass man stets die Autobahn hört, die auf der anderen Seite des Walensees verläuft. Denn es ist richtig idyllisch hier. Die Beschilderung ist sehr gut und man kann zudem noch die Steigung aussuchen. 3 Möglichkeiten werden angeboten. Ein Verlaufen ist nicht drin.

An einer Kapelle , die Ruhe und Rastmöglichkeit bietet, stürze ich mich auf meinen Käsevorrat, bevor ich ihn nur noch als Fondue verwenden kann. Etwas weiter gibt es einen grossen Grillplatz und kaum führt der Weg wieder in den Wald begrüsst  mich ein tosender Wasserfall. Nun ist etwas Steigung im Seerenwald angesagt, der an einem wunderbaren Aussichtspunkt endet.

Nun beginnt der Abstieg nach Quinten. Erst ein paar Meter vor Quinten, einem hübschen Dörfchen , kommen alle Wege wieder zusammen und entsprechend wird es wieder voll. Vor der Schiffsanlegestelle staut es sich. Denn dies ist die einzige Möglichkeit (ausser gehen), wieder nach Weesen zu kommen. Ich schnappe mir das letzte Schiff und lande nach 30 min Fahrzeit wieder in Weesen.

 

Ein zu empfehlender Spaziergang/Wanderung.

Hier die Tourdaten:

3 Männer, 1 Frau, 1600 km und Kurven, Kurven, Kuven

Regenklamotten an...aus...an..aus..anziehen

Wie ich mich freue! Seit einigen Jahren verbringen langjährige Freunde und ich ein paar Tage auf dem Moped und touren durch die Gegend. Dieses Jahr toppen wir die Anzahl der Tage und planen 4 Tage. Uff. Das wird hart. Denn ich habe noch u.a.  2015 und Schweiz/Italien 2016 im Kopf und erinnere mich an die darauffolgenden Tiefschlafphasen.

S. unser bester Fahrer und Tourenguide grinst hämisch, als wir uns treffen und wünscht uns gute Fahrt. Aha!

Niemand von uns hat dieses Jahr eine nennenswerte Zahl auf den Kilometerzähler gefahren. Dann also schööön langsam anfangen.

1.Tag:

Start: Konstanz. Zuerst geht es wieder auf die Autobahl nach Chur um Zeit zu sparen. Jetzt wissen wir immerhin wie sich das Moped anhört und fahren uns in der Lenzerheide mit den ersten Kurven warm. Ist das herrlich.  Ueber den Julierpass nach St. Moritz. Dann durch Celerina, Poschiavo nach Edolo. Hier beginnt dann die 2 Stufe der Warmfahrphase, denn die Kurven werden unübersichtlicher und enger. Jetzt muss es wieder sitzen, das Fahrgefühl. Weiter geht es nach Breno,Darfo, und am Lago d Ìseo vorbei. Inzwischen sehe ich nur noch Seen und Kurven. Lago d`Idro und Lago di Ledro. Einmal dachte ich zudem, dass das Navi von S. irre ist. Es führte uns durch eine nur mopedbreite Strasse, die steil bergab ging. Die Wegführung ist nicht erkennbar, da eine steile Kurve und ein Steinbogen die Sicht versperrte. Wer da steckenbleibt, hat keine Chance zu drehen…Hier stoppte ich und wartete einfach mal ein paar Minuten, ob jemand wieder fluchend den Rückweg antritt.  Was natürlich zur Folge hatte, dass ich kurzfristig den Anschluss verpasste, da dies tatsächlich (ich kann es noch immer nicht glauben) der richtige Weg war. Boing.

Nach bereits vielen gefahrenen Stunden  freuen wir uns auf das erste Hotel. Aber leider ist der Passo Croce domini gesperrt und wir müssen einen längerenUmweg fahren um endlich in Gargnano im Hotel Tre Punte anzukommen. Der Empfang ist super. Bei Regen werden unsere Mopeds auf ein gesichertes Privatgrundstück gebracht und wir dürfen uns erstmal trockenlegen und die liebevoll eingerichteten Zimmer beziehen.  Ein Restaurant gibt es zwar nicht im Hotel, aber der Durst kann in der  Bar gegenüber gestillt werden, die ein herzlicher Italiener führt. Und eine grosse Auswahl an Speisen hat 10 Meter weiter ein Restaurant. Also alles bestens. Nach 480 km Fahrt, einem Stück Fleisch mit Steinpilzen und Rotwein schlafe ich entsprechend sehr gut.

2.Tag:

Nach dem Frühstück und einer netten Verabschiedung der Cheffin steigen wir auf die Mopeds. Das Einfahren bleibt aus, denn der Weg schlängelt sich von Beginn an durch die Gegend. Tief einatmen und genießen. Ein  Hoch auf meine Reifen, die sich ratzfatz mit dem Asphalt verzinken und mir ein Gefühl von Sicherheit geben. Wir kurven oberhalb des Lago di Garda , vorbei an Riva und pirschen uns von hinten an den Monte Baldo ran. In Höhe Affi Richtungsänderung nach Molina und ab in den Naturpark della Lessinia.  Es ist heiß und wir genießen die Fahrt auf den Monte Grappa. Allerdings ziehen hier prombt die Wolken hoch und wir sehen gar nichts! Schade, denn bei ungetrübter Sicht, hat man einen gigantischen Weitblick. So fahren wir weiter und geraten  wieder in einen  Regen- und sogar Graupelschauer. Wir halten brav durch, denn unser geplanter Stopp Arsie ist nicht mehr weit. Hier ist die nächste Uebernachtung direkt am See Lago die Caro gebucht. Froh,  am gebuchtem Hotel Parigi  angekommen zu sein, folgt die Ernüchterung. Die Begrüssung besteht aus einem abfälligem Blick auf unsere nassen Regenkleidung. Gut, besonders attraktiv sehen wir nicht aus, aber uns dann erst die Ausweise suchen zu lassen, bevor wir überhaupt richtig angekommen sind, ist sehr gewöhnungsbedürftig. Zudem gibt noch eine Lektion, dass das angeschlossene Restaurant KEINE Pizza hat, sondern nur besonders gute (und preislich gehobene) Gerichte anbietet. Da gefriert sogar unserem Charmeur J. das Lächeln im Gesicht. Dann etwas Hektik. Kurz ein Feierabendbierchen, gefolgt von einer heissen Dusche (die Zimmer sind stilvoll und gemütlich eingerichtet)  und ab zum Essen, bevor die Küche (sprich: der Hausherr) schließt. Nun ist die Welt wieder in Ordnung. Bei zugegeben gutem Essen mitWein ist der Abend mit meinen Jungs unterhaltsam und gemütlich.

 

3. Tag:

Der Regen hat sich verzogen und lässt erahnen, wie hübsch dieser Ort bei Sonne sein kann. Nach einem spärlichen Frühstück ( weder international noch italienisch konnte man dieses Frühstück nennen) und einem wenig warmem Abschied folgt das gleiche Procedere vom Vortag. Von Beginn an wird Konzentration für die vielen engen Kurven in der trentinischen Gegend gefordert. Herrlich.

Kirschen…hier gibt es Unmengen schon an KIRSCHEN! Ich liebe Kirschen und kaufe mir dann auch gleich 1 kg, die (wer hätte es gedacht) durch das Rumgeschüttel während dem Fahren dann gar nicht mehr so appetitlich aussehen. Schniff.

S., schon sichtlich über meine Regenhosen-Anzieherei genervt (ich hasse nun mal Wasser in den Motorradstiefeln!) fahren wir die letzten 8 km bei Regen durch und gelangen an das La Ripa Hostel in Albino, das in einem beeindruckenden altem Convent untergebracht ist.  Allerdings hätten wir die Rezeptionszeiten beachten müssen. Ein Fresszettel klebt an der Klingel: Wir haben bis 19 Uhr auf. Nun ist es 19:15 Uhr. … öhmm. Nach einem Telefonat verabreden wir uns mit der quirligen Rezeptionistin auf 20:30 Uhr und verbringen die Wartezeit in einer kahlen Lieferservice-Pizzeria. Nach dem Einlass in das Hostel stellen wir uns auf Feierabend ein. Genial. Alles ist frisch renoviert und es gibt Platz ohne Ende in den Zimmern. Ein Künstler unterstützt das Hostel mit Bilder und Skulpturen. Den Abend verbringen wir in einer Bar im Dorf bei italienischem Wein, niederländischem Bier und französischer Salami.

4.Tag:

Wie es sich gehört, scheint auch heute morgen wieder die Sonne. Unser nun typisch  italienisches Frühstück besteht aus  Kaffee und süssem Gebäck. Oha. Und dies bei hungrigen Mäuler. 2 gefüllte Croissants für jeden! Dann mit Bauchweh auf die Mopeds. Der Nachhauseweg gestaltet sich wie die letzten Tagen phänomenal. Kurven, Kurven, Kurven. Von Albino aus düsen wir über Trevasco San Vito im Zickzack an den Lago di como. Leider ist der Passo San Marco noch gesperrt. Eine Herausforderung ist anschliessend  der Splügen-Pass. Diese Kehren fordern nochmals alles. Zum Glück ist meine Fahrweise hier unter vorsichtig einzustufen. So kann ich beruhigt an der Polizei vorbeifahren, die sich am Fusse des Passes den Rasern annimmt.  Ein Highlight ist nochmals das Rofla-, sowie das Viamala-Tal.

Ich bin platt und der Abend fortgeschritten. So entscheiden wir uns bei Chur wieder auf die Autobahn zu fahren, um 2 Stunden später müde, aber heile und glücklich wieder am Bodensee einzutrudeln.

 

Danke S. für die super Planung. Alles war perfekt. Nichts zu meckern gibt es. Naja…vielleicht eine Kleinigkeit….räusper… nächstes Jahr ein paar Pausen mehr mit Möglichkeiten für den WC-Gang für Damen !

 

 

 

 

 

Hier die Tour im Motoplaner.de geplant:

http://www.motoplaner.de/#v4&47.63061,9.22461,1,0,0;47.5572,9.28524,1,0,0;47.01151,9.51146,1,0,0;46.72753,9.55781,1,0,0;46.5106,9.63411,1,0,0;46.4107,10.02612,1,0,0;46.15412,10.15296,1,0,0;45.93686,10.32756,1,0,0;45.93204,10.30417,1,0,0;45.92874,10.30344,1,0,0;45.82731,10.12108,1,0,0;45.71442,10.24696,1,0,0;45.71376,10.48205,1,0,0;45.68486,10.63384,1,0,0;45.73812,10.73003,1,0,0;45.78318,10.72943,1,0,0;45.88767,10.841,1,0,0;45.88531,10.8481,1,0,0;45.79862,10.89364,1,0,0;45.72837,10.85651,1,0,0;45.56849,10.87416,1,0,0;45.56944,10.89655,1,0,0;45.64517,10.93064,1,0,0;45.65065,10.9858,1,0,0;45.64191,11.02658,1,0,0;45.62676,11.03298,1,0,0;45.6863,11.07629,1,0,0;45.61304,11.12931,1,0,0;45.6114,11.13889,1,0,0;45.60083,11.14504,1,0,0;45.59358,11.21241,1,0,0;45.56522,11.25785,1,0,0;45.54935,11.2775,1,0,0;45.51577,11.46292,1,0,0;45.53056,11.5012,1,0,0;45.85582,11.73545,1,0,0;45.8734,11.80357,1,0,0;45.92212,11.78892,1,0,0;45.9571,11.75342,1,0,0;45.92324,11.67676,1,0,0;45.95665,11.32875,1,0,0;45.97626,11.2899,1,0,0;46.01126,11.30253,1,0,0;46.03706,11.30147,1,0,0;46.0802,11.09831,1,0,0;46.03902,11.05756,1,0,0;46.04351,10.95889,1,0,0;45.93623,10.81144,1,0,0;45.90897,10.83234,1,0,0;45.9023,10.83425,1,0,0;45.85438,10.63687,1,0,0;45.73015,10.43445,1,0,0;45.7203,10.42103,1,0,0;45.70191,10.20657,1,0,0;45.65403,10.01736,1,0,0;45.66158,9.97428,1,0,0;45.6789,9.94528,1,0,0;45.73314,9.95449,1,0,0;45.73153,9.90696,1,0,0;45.74801,9.85151,1,0,0;45.76579,9.80197,1,0,0;45.77687,9.73967,1,0,0;45.84272,9.73036,1,0,0;45.88079,9.70748,1,0,0;45.87512,9.68183,1,0,0;45.87409,9.6528,1,0,0;45.8917,9.52356,1,0,0;46.0104,9.37526,1,0,0;46.03316,9.31364,1,0,0;46.2123,9.44828,1,0,0;46.50552,9.33038,1,0,0;46.56175,9.35074,1,0,0;46.56893,9.38966,1,0,0;46.58184,9.42146,1,0,0;46.62913,9.44196,1,0,0;46.65493,9.4497,1,0,0;46.68368,9.4466,1,0,0;46.6979,9.44677,1,0,0;47.1739,9.46549,1,0,0;47.18185,9.46578,1,0,0;47.18253,9.46315,1,0,0;47.18306,9.45831,1,0,0;47.1819,9.4658,1,0,0;47.2039,9.44131,1,0,0;47.21177,9.49745,1,0,0;47.52492,9.38688,1,0,0;47.55708,9.28509,1,0,0;47.6315,9.22443,1,0,0;47.63863,9.20193,1,0,0&&0,0

Der Illmensee

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Im Landkreis Sigmaringen gibt es einige Natur-Highlights, die ich leider erst seit einiger Zeit erkundschafte. Das Pfrunger Ried, der Höchsten, der Federsee mit dem Wackelwald  …traumhaft.  Der Illmensee bei dem gleichnamigen Dörfchen stand nun auch auf meiner Liste.  Im Sommer ist hier einiges los, denn der Illmensee ist ein bekannter Badesee. Allerdings ist von Beginn an klar, dass ich es bei der Umrundung sehr ruhig haben werde, denn der angesiedelte Camping-Platz hat noch geschlossen und ausserdem regnet es mal wieder. Bei Sonnenschein ist es hier sicher richtig idyllisch, denn die Moor-und Schilfgegend um den See herum bietet ein Postkartenmotiv.

Hier die Strecke:

Arlen-Bankholzen-Bohlingen-Arlen

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Ein Heimspiel für mich, wenn  Arlen als Start-und Zielpunkt einer schönen Tageswanderung fungiert. Mit meinem Lieblingsmenschen hatte ich 2014 schon mal den Herrentisch erklommen, um nach Stein am Rhein zu laufen.

Kaum traten dieses Jahr die ersten Sonnenstrahlen raus, schnappte ich mir meinen nie motzenden Mitgeher und startete eine Tagestour. Auch dieses Mal natürlich mit gefülltem Rucksack, der den Anschein einer Expedition macht. Zu meiner Verteidigung: ich werde nie verhungern oder nass werden. Eher vom Gewicht erdrückt, aber das hält sich zum Glück bei einer Tageswanderung  in Grenzen.

Hier die Tour:

Am besten startet man in Arlen. Der Wiesenstrasse folgen erreicht man kurz vor der schweizer Grenze den Bodensee-Jura-Weg. Von hier gelangt man schnell über einen Kiesweg ,an Schrebergärten vorbei, zum Schienerberg. Den Serpetinenweg zum Herrentisch schiebe ich mich mit den Stöcken  schnaufend hoch. Anfang des Jahres ist meine Kondition schon wieder auf Null. Ätzend! Auf dem Herrentisch angekommen öffnen wir als Belohnung unseren Rucksack und knöpfen uns die ersten Schokoriegel vor. Mit Blick auf die Hegaukegeln lässt es sich hier gut aushalten. Nur die Bise stört die Zweisamkeit. So  geht es weiter über den einsamen und schönen Grat durch Wald und über einen kleinen Wiesenanteil nach Bankholzen. Dieses Dörfchen hat sich vor dem Ortseingang ein erholsames Plätzchen eingerichtet. Der Weg führt nun an einem Bächlein an einer Mühle vorbei. Freudig schauen wir auf die Märzenbächer, die den Frühling einläuten.  Nun gelangen wir in das beschauliche Bankholzen und durchqueren es.
Einige Meter Asphalt folgend biegen wir anschliessend links auf den Wanderweg Richtung Bohlingen ab. Der Weg geleitet uns zur  Aach, der wir  nach  Bohlingen folgen. Hier gönnen wir uns ein weiteres  Päuschen, um die Vorräte aus dem Rucksack zu futtern. Die überdachte Bushaltestelle im Dorfkern eignet sich hervorragend dafür. So haben die Bohlinger freien Blick auf uns ;-). Anschliessend machen wir uns auf den Nachhauseweg. Über Worblingen am Naturschwimmbad vorbei nach Arlen.

Eine hübscher langer Spaziergang, der Lust auf mehr macht und mir eindringlich zeigt, dass ich noch hart an meiner Kondition arbeiten muss. Der Frühling/Sommer steht schliesslich vor der Tür!

Hier die Tourdaten:

vom Erfolg und Scheitern beim Fasten…

Eierkuchen mit Spargel und Pilze

Überaus motiviert ging ich an meinen Fastenplan heran. So teilte ich mir die 6 Wochen Verzicht vor Ostern ein:

6 Wochen : Keine Schokolade,Kuchen,Kekse +

5 Wochen: Kein Alkohol +

4 Wochen : Kein Brot/Müsle /keine Nudeln/keinen Reis.. +

3 Wochen:  Kein Fleisch/keine Wurst +

2 Wochen: Keinen Kaffee +

1 Woche: Kein Handy, keine heisse Dusche

 

Wie ich scheiterte und was das Fasten sonst noch mit mir angestellt hat :

1.Woche:

Den Schokoladenverzicht habe ich fast durchgehalten. Nur am Betriebsausflug überredeten mich meine Arbeitskolleginnen zum Nachtisch: Eis in 3-facher Ausführung! Meine Ausrede: Tiramisu-Eis ist ja keine Schokolade. Naja. Und eine heisse Schokolade zählte ich zu den Getränken dazu…hüstel..

2.Woche:

+ Alkoholverbot: Kein Problem.

3.Woche:

+ Kein Müsli zum Frühstück.  Das Frühstück war leicht zum Ersetzen: Quark, Joghurt, Eier, Obst…da lässt sich noch ordentlich was zaubern.  In Unmengen futterte ich diverse Milchspeisen und Obst. Diesem Umstand habe ich es wohl zu verdanken, dass ich während der Grippe/Erkältungswelle eine der raren „Keimfreien“ war. Allerdings übersäuerte mein Magen ziemlich schnell.

Käse auf s Brot und das Problem wäre gelöst. Aber neiiiin. Brot ist ja tabu… Hier dann also die nächste Mogelei: Ich kaufte Grosspackungen an Wasa-Knäckebrot und belegte es dreifach, so dass dieses hauchdünne brotähnliche Gebilde unsichtbar wurde.

Ausserdem  aß ich gedankenlos bei diesem schon o.g. Betriebsausflug ein Gipfele…arrgh

Meine Stimmung sank . Müdigkeit bestimmt den Tag. Ich schob es mal auf das Wetter…

4.Woche:

+ Kein Fleisch und keine Wurst. Das wurde nun richtig kompliziert. Denn nur Salatblätter mit Tofu naschen halte ich nicht durch.  Rezepte wurden durchforstet und ich staune, was man so alles kochen kann. Aufläufe, Gemüseburger, Fisch, Suppen… So lecker habe ich schon lange nicht mehr gegessen.

Und trotzdem nahm die Müdigkeit zu.  Zudem wurde ich schnell reizbar und zickte des öfteren. Ich schob es wieder auf das Wetter und auf die überbordende Arbeit bei mieser Stimmung.

5.Woche:

+Keinen Kaffee. Das war Folter. Mein  morgendliches Ritual ,3 Kaffees zu schlürfen, wurde aufgehoben. Stattdessen fristete ich mein Dasein bei  Wasser und Tee.  Während der Arbeit blieb mir nur der neidvolle Blick in die Kaffeetassen der Arbeitskollegen…

Nun gelangte  mein psychischer Zustand an den  Rand des erträglichen.  Ich bin: müde, träge, schlecht gelaunt und nahe am Wasser gebaut. Und das 24 Stunden am Tag.

Aber irgendwie musste ich auch arbeiten. Also kommt die nächste Mogelei: entkoffeinierter Kaffee. In einer Ecke findet sich eine erst seit 2 Jahren abgelaufene halbe Packung .  Immerhin noch bräunliches Pulver , das sich mit dem verstaubten Bodum-Kaffeemacher in eine warme braune Brühe verwandeln lässt.

6.Woche:

+Kein Handy. Erstaunlich, wie schnell ich hier positives rausziehen konnte. Plötzlich hatte ich mehr Zeit. Morgens keine mails, sms und posts zur braunen Brühe mehr. Das bedeutete 15 min länger schlafen. Sehr wertvoll! Verabredungen wurden über das sogenannte Festnetz ausgemacht. Auch ganz nett.

In dieser letzten Woche wollte ich zusätzlich auch dem warmen Wasser entsagen und als Powerfrau dastehen. Stattdessen sah ich im Spiegel eine übermüdete und  kraftlose Visage, die am Rande des Nervenzusammenbruchs war. Also lies ich den letzten Teil einfach weg.

Dann kam  Ostern… Ich feierte Geburtstag mit Freunden bei Pizza, Schokolade und Sekt. Komisch. Seit diesem Tag geht es mit meiner Verfassung (und auch mit  meinem Gewicht) wieder  steil bergauf.

An was das wohl liegt? Habe ich mich mit den Mottos übernommen? Dabei habe ich sicherlich keine Defizite bei der Ernährung gehabt. Oder lag es doch nur am Wetter und an der Arbeit? (Wobei das Wetter und die Arbeit unverändert mies sind).

Fazit:

pfui:

  • Betriebsfeste sind böse.
  • Mogeleien =  Selbstverarschung = Scheitern
  • Übernommen und meine Disziplin überschätzt

 

 huis 

  • 2 kg Gewichtverlust
  • Smartphonezeiten bleiben reduziert , dadurch mehr Zeit

Das Unterfangen war eine einmalige Sache und wird  nicht mehr in dieser Art wiederholt. So!

 

 

Tagesspaziergang am Bodensee. Von Stein am Rhein nach Iznang

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Frische Luft tut gut! Sie lässt mich vom Alltagsstress Abstand gewinnen. Na dann: Raus! Mein Bedarf danach ist gross.

Auf Höhenmeter habe ich keine Lust.  Dazu bin ich viel zu faul. Deshalb wähle ich einen Weg am Untersee, der mit den öffentlichen Verkehrsmittel sehr gut zu erreichen ist.

Das übliche wird eingepackt: Viel Wasser und Tee, Essen für 3 Tage, Kleidung für alle Eventualitäten. Dazu noch starre Wanderschuhe, meine einzig wasserdichten Schuhe, die eigentlich für den alpinen Gebrauch sind. Komisch. Trotz meiner Erfahrungen habe ich vor allem bei Tagestouren den Hang zum Überflüssigem….tstst. Das einzig richtige beim Packen ist wohl meine Begleitung, die gutmütig alles erträgt.

Startpunkt ist Stein am Rhein, ein hübsches Städtchen im Kanton Schaffhausen (CH), was sich anzuschauen lohnt. In der tollen Altstadt gönnen wir uns den obligatorische Nussgipfel. Mit 500 Kalorien mehr im Bauch starten wir unsere Tour.  Wir müssen nur der Wegmarkierung: Bodensee-Rundwanderweg folgen. Bald gelangen wir schon  über die grüne Grenze nach Deutschland. An Öhningen und Hemmenhofen vorbei  machen wir am Seeufer Rast. Ab Gaienhofen führt der Weg  von nun ab meist am Seeufer entlang. Aufgrund eines Naturschutzgebiet kann ab Horn der See nur mit einem Abstand betrachtet werden.

Der Weg ist meist asphaltiert und Steigungen sind hier wirklich keine zu finden.  Dementsprechend schmerzen meine Füsse in den harten Schuhen, die ein Abrollen des Fusses verhindern. Mist. Mein Gejammer kann sich mein Begleiter  bald nicht mehr anhören und wir beschließen in Iznang den Bus zu nehmen, um den Heimweg anzutreten.

 

Zum gemütlichen Vor-sich-hin-latschen, ist die Strecke in Ordnung. Der Blick auf den See wirkt beruhigend. Zudem lässt sich diese Strecke mit Kultur verbinden. Denn die Höri beherbergte einst einige bekannte Maler und Dichter. So bietet z.B. das Otto Dix Museum in Hemmenhofen, das Haus von Hermann Hesse in Gaienhofen usw. einige Möglichkeiten der Abwechslung auf diesem Weg,  der übrigens eine Teilstrecke des Bodensee-Rundwanderweges ist.

Ansonsten jedoch würde ich diesen Weg aufgrund der asphaltierten Wege und der stetigen Nähe zur  Strasse  nicht für einen Wanderausflug empfehlen. Aber eine Alternative zum Sofa ist es allemal.

Geniesst weiterhin die Zeit in der Natur und lasst die Seele baumeln!

 

Hier die Tour: