Eine Frau, ein Zelt und der Westweg ( 8.Tag)

Der wohlverdiente Ruhetag  diente auch dazu alle Vorräte wieder zu füllen. Auch dem Metamizol-Spiegel im Blut ist Sorge getragen und ich kann bei gutem Wanderwetter wieder die nächste Etappe angehen. Zum Glück ist es bewölkt, denn der Anstieg ab Hausach zum Farrenkopf ist schweisstreibend. Danach sind die Anstiege moderat. Der Weg führt durch viel Wald. Allerdings häufig weniger idyllisch, denn es gibt jede Menge Bau-  und Holzarbeiten. Neue Windräder werden aufgestellt. Sie wirken gigantisch gross und ziemlich unpassend in dieser beschaulichen Gegend. Mehr Zeit verbringe ich an den Hubertfelsen. Am Karlstein ist Kaffeepause angesagt.

Dieser verdammter Fersenschmerz ist nun ein Dauergast und ich möchte deswegen bald ein Nachtplatz finden. Gar nicht so einfach, denn die Rensberghütte ist mehr als vergammelt. Die Herrenwaldhütte  finde ich schon gar nicht mehr, man kann den Grundriss nur noch vermuten. Also weiter zur Wilhelmshöhe. Schnell am Tor den Stempel holen und Lagerplatz suchen, denn nach der Wilhemshöhe beginnt  wieder eine Moorlandschaft und somit auch Schutzzone. Gut versteckt  hinter einem Parkplatz ist das Nachtlager auf einem Moosuntergrund schnell aufgebaut. Zur Feier des Tages gibt es Couscous mit Tomaten, Schinken und Käse. Damit kann ich gut schlafen. Nur zur Morgendämmerung röhrt wieder ein Hirsch in der Nähe. Aber an die nächtlichen Geräusche habe ich mich schon gut gewöhnt. Ich mag sie…

Tourdaten:  

Hausach-Farrenkopf- Hauenstein- Wilhelmshöhe : 23 km, 1864 HM/973 HM

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Martina

4 KommentareKommentar hinterlassen

  • Ich habe gesehen, Du hast zwei Sporks (oder sagt man Göffel?) dabei. Ich dachte, man die mit, damit man nur ein einziges Besteckteil braucht.
    Ihr Frauen schafft es immer mich zu verwirren.

    • hey Griesi. Gut gesehen! Du wirst staunen, was ich alles dabei hatte 😉
      Der Grund für zwei Sporks und zwei Becher: Ich habe schon einen Spork entzweit…gar nicht nett.
      Der zweite Becher: Es sollte noch die letzten Tage eine nette Begleitung auf der Tour mit einsteigen..Dazu kam es leider nicht mehr (das steht dann im nächsten Teil drin 😉
      Ansonsten schleppe ich auch nur das nötigste mit mir herum. Da bin ich inzwischen Profi drin. Auf Motorrad- und Wandertouren ist das Gepäck nur Mittel zum Zweck. Aber wem sag`ich das …
      Dann mal Grüsse an den Griesi, den ich sofort am Helmbezug erkennen werde !!

  • Also das mit den Schmerzen bewundere ich wirklich inständig! Da hätte ich vermutlich schon lange aufgegeben. Ich hätte Angst, daß ich noch etwas richtig kaputt machte.
    Hirsche habe ich bisher erst ein einziges Mal röhren hören. Da war ich mit einer anderen Martina im Spreewald gewesen.

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