Eine nicht ganz reibungslose Motorradtour: Bodensee-Tirol-Südtirol..

Das Motorradfahren kam dieses Jahr definitiv zu kurz. Um so mehr freute ich mich, ein Wochenende mit meinen tollen Jungs verbringen zu können. Zum Glück hatte S. die Nerven eine Tour zu planen und eine Unterkunft zu suchen. Sonst wäre das Projekt vermutlich bereits  in der Phase: “ Wir sollten mal wieder zusammen fahren..“ gescheitert. Aber so konnte im Juni die Zweitagestour starten.

1.Tag.
Um 09 Uhr ist Treffpunkt in der Nähe von Konstanz. Dass die 3  Regeln: vollgetankt, gefrühstückt mit anschliessendem WC-Gang eingehalten werden, ist und bleibt ein Traum. Bei unserer Chaosgruppe ist von Beginn an klar, dass Flexibilität gefragt ist.  Nach 2 Stunden durch das schöne idyllische schweizer Appenzell und einer nervigen Fahrt durch die verkehrsreiche Stadt Dornbirn, landen wir endlich im Bregenzerwald in Österreich. Hier wird es merklich ruhiger und die nötige Frühstückspause wird zelebriert, denn Männer und Hunger passen nicht zusammen. Der Bregenzerwald  ist bestens zum Einfahren geeignet. Guter Asphalt und leichte Kurven laden zum Ausprobieren ein. Dummerweise stellt ein Gruppenmitglied nun fest, dass der Hinterreifen seines Motorrades völlig abgefahren ist. Er rutscht also um die Kurven, während der Rest nur brummend den Kopf schüttelt und auf eine regenfreie Zeit hofft. Der Weg führt unspektakulär abwechselnd durch D und A.  Bereits in Sonthofen regnet in Strömen. Wer Leder oder nur Sommerkleidung anhat, wirft sich in die schicke Regenkleidung aus den 80igern. Zum Brüllen! Den blau-weissen Pellwürsten folgend geht es weiter über das Oberjoch, durch das Lechtal. Bei Stanzach endlich das grössere Highlight: Der 15 km lange Pass Namlos. Kaum Autos stören unsere entspannte Kurventour bei Regen. Nur unser profilloser Held rutscht wieder von einer Kurve zur nächsten und schwitzt vermutlich als Einziger unter seiner Kleidung. Zudem röchelt sein Motorrad ab und zu beunruhigend. Am Plansee vorbei geht es nun nach Garmisch-Partenkirchen. Nebel, Regen, Wolken dominieren den Tag. Als wäre ein Slickreifen nicht schon ärgerlich genug, streikt nun das Motorrad völlig. Keinen Hügel will das in die Jahre gekommene Teil erklimmen. Wenigstens regnet es gerade nicht. Gepäck und Fahrer werden auf die anderen Zweiräder verteilt, die kaputte Bandit wird auf ein Privatgrundstück abgestellt und die Fahrt wieder aufgenommen. Über Sellrain- Kühtai düsen wir nun – (hach, plötzlich so schnell und geschmeidig) zu unserem Hotel im Ötztal.

2.Tag:

Verspätete Abfahrt vom Hotel, denn schliesslich muss noch Abschied von der Bandit genommen werden. Es gibt sogar einen positiven Aspekt bei der Sache: Kein Reifenkauf mehr nötig!  Der ADAC erweist sich als guter Partner.

Ab jetzt ist pures Vergnügen angesagt. Bei Sonnenschein und flüssigem Fahrstil düsen wir am Reschensee vorbei ins Vinschgau. Eine Strassensperrung aufgrund eine Musik- und Trachtenumzuges nötigt uns nochmals zu einer Zwangspause. Am Stilfserjoch freue ich mich über jede souverän genommene Kehre und hoffe bei den missratenen auf fehlenden Gegenverkehr. In Livigno ist steuerfreies Einkaufen angesagt. Dann über den Flüelapass nach Davos und wieder an den Bodensee.

 

 

Mein Sitzfleisch hat sich als geduldig erwiesen. Und diese zwei Tage haben mich Blut lecken lassen. Für meinen Geschmack waren noch zuwenig Pässe in der Streckenplanung. In Anbetracht der vielen „Störungen“ jedoch hat es gepasst. Die Hauptsache ist, dass jeder gutgelaunt und wohlbehalten zu Hause ankam.

Vor Kurzem  gönnte ich mir eine abgewandelte Tour in die gleiche Gegend. Da hatte ich etwas mehr Glück. 2 Tage Sonnenschein, keine Pannen und mehr Pässe. Nur schade, dass meine Jungs nicht dabei waren.

Ich freue mich auf das nächste Jahr mit Euch! Danke.

 

Hier die Tourdaten : 

1.Tag

Bei Motoplaner zum Anschauen.

2.Tag

Bei Motoplaner zum Anschauen.

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Martina

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