Flucht aus dem Nebel

Der Bodensee ist normalerweise kein schlechter Ort zum Leben. Wenn nur nicht die zahlreichen Tage  im Herbst und im Winter wären, an denen sich die Sonne von dichtem Nebel verdrängen lässt. Nebel mag zwar seinen Reiz haben,  aber doch nicht im Dauerzustand! Ob die Winterdepression hier wohl wesentlich höher ist als im Rest Deutschlands? Hmm.

Keine Zeit mich damit zu befassen, denn mein Körper schreit regelrecht nach Sonne. Die Speicher meines Serotonins und des Melantonins müssen dringend aufgefüllt werden. So entscheide ich mich für einen Abstecher in die nahe liegenden Flumserberge.  Nur eine Stunde Autofahrt vom Bodensee entfernt liegt dieses Wintersport- und Wandergebiet malerisch oberhalb des Walensees in der Schweiz. Mit einer Höhe von 12220 m und 2222 m  bin ich sicher über dem Nebel und kann die Aussicht auf die imposanten Churfirsten und auf den Spritzmeilen bei Sonne geniessen.

Ich wähle einen Winterwanderweg von Tannenheim nach Panüöl. Die 500 HM lassen mich ganz schön schnaufen. Nur die Tatsache, dass eine rüstige 70Jährige hinter mir läuft, lässt mich nicht auf die verführerisch schunkelnde Gondel umsteigen, die in der Nähe Wintersportler in die Höhe befördert.  Und zugegeben: Bei Anstrengung hat der Kopf gar keinen Platz mehr für trübe Gedanken. Die Sonne tut ihr Übriges für mein Wohlbefinden.

Geschafft aber zufrieden gönne ich mir in der Panüöl-Hütte einen Liter Apfelsaftschorle und lass mich in einem Döszustand noch etwas von der Sonne verwöhnen.

Sonnenstrahlung wirkt einfach unglaublich auf den Menschen. Hier kann man Kraft schöpfen und etwas Balsam für die Seele bekommen. Sehr zu empfehlen! (Aber bitte mit Sonnenschutzmittel!)

 

 

 

 

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Martina

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