Klettern am Fels — Der Battert

Es ist Osterzeit und in Deutschland und Schweiz scheint der Winter wiederzukommen. Nur im Nordschwarzwald sagt der Wetterprophet etwas Sonne voraus. Deshalb packen mich meine beiden Jungs ins Auto mit ein und fahren an den Battert. Dieser Kletterfelsen liegt nördlich von Baden-Baden und ist sehr bequem zu erreichen.

Der Battert bietet Klettergenuss für alle. Beim genauen Studieren der Topo-Karte erschrecken wir. Zwar gibt es auch Routen im 4ten Schwierigkeitsgrad, die jedoch sehr mickrig mit den – von mir heiss geliebten – Sicherungshaken ausgerüstet sind. Das bedeutet eine extra Lernstunde für mobiles Sichern mit einer grossen Anzahl an  Klemmkeile und sonstigen Sicherungsgeräten. Für die Jungs, versteht sich. Ich halte mich brav im Hintergrund und staune, wie man sich an den Wänden, Rissen, Dächern und Kaminen vorwärtsbewegen kann. Respekt.

Man spürt die Anspannung der Jungs, als sie sich wohl auch das erste Mal auf eine so schlecht gesicherte Route begeben. Obwohl nur eine 4, ist Respekt und Kopf angesagt. Wann setzt man wo die entsprechend passende Sicherung… ist man auch noch auf der richtigen Route…. soll ich den Schritt wagen…uiuiui.

Der Aufstieg lohnt sich. Erst das Ende der Kletterroute schaut aus dem Wald heraus. Nun kann man kurz verschnaufen und die Aussicht geniessen.

Die Jungs  meistern  den Vorstieg souverän und ich darf nachsteigen. Mein neuer Helm rauf auf den Kopf und los geht es. Es ist enorm, was der Kopf ausmacht. Mit einem Sicherungsseil vor der Nase ist alles viel einfacher und doch gibt es manchmal Schlotterbeine. Im Nachstieg soll man alles Material wieder einsammeln. Zum Teil eine knifflige Angelegenheit, wenn sich die Klemmkeile so richtig verkantet haben. Endlich auf dem Standplatz angekommen, bekomme ich meine erste Lektion im Abseilen. Mit einem Prusik seile ich mich vorsichtig ab, was übrigens ziemlich Spass macht.

 

Ich freue mich auf weitere Klettereien am Fels.  Im Gegensatz zur Halle hat man hier noch die Vorteile der Umgebung,die einen ebenso in Bann zieht. Wir kommen wieder.

 

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Martina

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