Korsika mit dem Motorrad entdecken

Eine Insel mit Bergen und Stränden, gutes deftiges Essen und  die  mythenumrankte Vendetta in der korsischen Geschichte und gaaanz viele Kurven. Das will ich selbst erkunden. Also rauf auf das Motorrad und los!

Vom Bodensee über die Alpen nach  Savone, wo uns die Fähre Korsika Ferries nach Korsika bringen soll.  Inbrüstig hoffe ich, dass meine Motorradanschnalltechnik wenigstens heute nicht versagt, denn über einen Dominoeffekt würde sich auf der Ladefläche wohl keiner freuen. Während die Nacht auf Deck in einem Schlafsack erstaunlich entspannt war, hielten sich auch die Spanngurte am Motorrad tapfer. Zum Glück!

In Bastia angekommen steigen wir sofort auf die Motorräder und fahren zunächst gemütlich um das Cap Corse. Die aufputschende Wirkung der Sonne lässt mich relativ gut die mit Schlaglöchern  durchzogene Strasse bewältigen.  Hier lohnt es sich  Pausen einzulegen, um die tolle Aussicht geniessen zu können. Und tief einatmen, um den unbeschreiblichen Duft zu inhallieren, den nur das Meer, die Machia und ihre Flora ausstossen kann.

 

Irgendwo in der Nähe von Porto  schlagen wir unser Zelt auf. Hier verbringen wir ein paar Tage, um Tagestouren zu fahren. Ohne Gepäck ist es doch etwas angenehmer und wir unternehmen abwechslungsreiche Fahrten an der der Westküste und im Landesinnern. Kurven, Kurven und nochmals Kurven! Traumhaft. Es ist warm, aber an der Küste bläst zur Abkühlung ein stetiger Wind. So geht es gemütlich  an den Les Calanche vorbei und lässt die bizarre rötlich scheinenden Felsenlandschaft an sich vorbeirauschen.

Mit einem Auge  immer auf die Strasse. Nicht selten begegnet man Kühen und Schweine, die die asphaltierte Strasse lieben gelernt haben. Schlaglöcher, Steine und Zapfen erfordern hohe Aufmerksamkeit. Ich fahre gerne Motorrad, aber nach 3-4 Tagen gönne ich meinem Hintern gerne mal etwas Ruhe und bewege die anderen Gliedmassen. Der nächste Campingplatz liegt bei Satèrne.  Von dort legen wir zwischen den obligatorischen Mopedtouren ein paar Wanderungen und Badetage ein. Willkommene Abwechslung. Bei Campomoro lässt es sich wunderbar ein paar Tage aushalten. Sogar ein bischen Kraxeln ist drin.

 

 

 

Die letzten Tage lungern wir auf einem Campingplatz bei Porto-Vecchio herum. Jetzt ist es ganz schön warm tagsüber, so dass man entweder schon früh auf das Moped steigt, oder sich anderwertig die Gegend anschaut. Touristisch nicht unbekannt ist Baie de Rondinara, ein netter Badeort, der leider teilweise überlaufen ist. Dann wieder Touren ins Landesinnern, wo es nicht ganz so heiss ist. Die Hafenstadt Bonifacio lassen wir uns nicht entgehen. Hier lohnt sich eine Bootstour, denn nur vom Wasser sieht man die imposanten Kalksteilküste, auf der Häuser wie Balkone stehen. Und zum Abschluss noch mit dem Pferd auf der Küste entlang… Wobei das ziemlich schmerzlich endete. 4 Stunden mit dünnen Hosen auf dem Pferd! Der Hintern war wund, dabei war es dummerweise Zeit für die Heimfahrt….uiuiuiui

Korsika hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich konnte viele meiner Lieblingsbeschäftigungen nachgehen: Mopedfahren, wandern, baden, faulenzen, essen und Mopedfahren 😉

Fazit: Sehr empfehlenswert!

 

 

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Martina

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