Madeira – die Insel des ewigen Frühlings

…schon alleine der Name reizt mich.
Wohin soll ich im November reisen, wenn nur eine Woche zur Verfügung steht? Die Wahl fällt auf die kleine portugisische Insel  Madeira. Obwohl auch dort im November  „Spätherbst“  ist  und nicht mehr alles in voller Pracht blüht, lockt mich die Vorstellung auf kontinuierliche 20-25 Grad . Zudem ist sie als Wanderinsel bekannt. Und da ich wieder alleine als Frau unterwegs bin,  ist das die perfekte Kombination.

Nach 4 Stunden Flug komme ich auf der spektakulären Landebahn an. Nur Piloten mit einem Extra-Flugschein dürfen hier landen. Die Insel empfängt mich warm, aber auch mit einem Grau, das mich an Zuhause erinnert. Schon nach 30 Minuten Taxifahrt ändert sich das Bild und die Sonnenstrahlen küssen mich. Die ständigen Wetterveränderungen begleiten mich die ganze Woche durch und haben ihren eigenen Reiz. Ständig ändert sich die Stimmung. Was sich  zuvor lieblich, sonnig und in warmen Farben darstellt, mausert sich  nach kurzer Zeit zu einer Kulisse eines Thrillers . Wunderbar!

Meine To-Do-Liste ist lang, denn die vielfältigen Angebote lassen mein Herz höher schlagen: Tauchen oder Schnorcheln im glasklaren und noch warmen Atlantik; Wanderungen zu Fuss oder auf einem Pferd; Schwimmen in Becken aus Vulkangestein; Sich durch die ganze Palette an Leckereien durchfuttern. Zudem wird Mountainbiking und Canyoning angeboten. Die Liste blieb lang, denn die Woche war mit lohnenden Spaziergängen und Wanderungen ausgefüllt.

Madeiras Naturzauber hat viele Facetten. In den verschiedenen „Klimazonen“ (subtropisch, mediterran und brrrr) gibt es entsprechende Pflanzen und Gemüse zu bewundern. Tiere sind hier rar vertreten. Ausser Hunde, Katzen, Vögel,Fische, Eidechsen und einer toten Maus habe ich nichts entdecken können.

Leider kapierte ich spät, dass es besser ist  Wanderungen zu unterlassen, die im Reiseführer zu den Top-Ten zählen. Massen an Menschen schubsten sich die Wege entlang. Keine Möglichkeit mehr zu geniessen, fotografieren und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Schade. Die etwas abgelegenen Wege und anspruchsvolleren Wanderungen faszinieren mich aber vom ersten Augenblick an. Egal, ob es der saftige Lorbeerwald ,die karge Landzunge  oder der Berg ist. Traumhaft.

 

Die Bewohner der Insel sind durchweg freundlich. Trotz teilweise starker Armut begegnen sie mir hilfsbereit und gastfreundlich. Umso wütender werde ich, als ich erfahre, dass Touristen einige Levadawege meiden oder sich nur noch in Gruppen auf eine Wanderung begeben. Und dies nur aufgrund einer Warnung eines Reiseführers, der wenige Überfälle beschreibt. Und schwupp geraten die meist älteren Touristen (im November : auffällig viele Urlauber aus D/A/CH) in Panik und sind voller Vorurteile gegen die armen Einwohner.I

Alleinreisene Frauen können getrost diese wunderbare Insel erkundschaften. Anschluss fand ich schnell. Danke an Monika, Markus, Katrin und Michael! Und wer Ruhe braucht, geniesst einfach diese ausserordentliche Natur. Viel Vorbereitung braucht es nicht. Kurz die  No Go`s und To Do`s lesen und auf geht es.

 

 

Über Alle Einträge ansehen Autorenseite

Martina

2 KommentareKommentar hinterlassen

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

%d Bloggern gefällt das: