Metall und MRT

 

„Bitte alles ausziehen, ausser Unterhose und Strümpfe. Auch Schmuck entfernen  und die Zahnprothese  rausnehmen. Anschliessend dürfen Sie mit dieser schicken Spitalkleidung zu mir kommen.“

Nein. Meine Zähne bleiben drinnen! Frisch geklebt. Das hält sonst nimmer!“

….Und wieder startet eine nervige Diskussion, bei der ich geduldig, nett und doch bestimmend als „Gewinner „rauskommen  sollte.

Junge Mädels möchten ihre Piercings nicht entfernen, da das Loch binnen Sekunden (arrgh) zuwachsen könnte. Frauen weigern sich das dick aufgetragene glitzernde Augen-make-up zu entfernen.  Die eitleren Herrschaften möchten sich nicht die Frisur ruinieren und bestehen auf die unzähligen Haarklammern.  Und das Korsett mit den 100 Häkchen bleibt sowieso an,  denn es war schließlich Schwerstarbeit es anzuziehen.  Pffff.

Warum man Metall (vor allem ferromagnetisches) bei einer MR- Untersuchung( Magnetismus ist hier das Schlagwort) entfernen sollte, hat diverse Gründe. Je nach Situation/Beschaffenheit … (wer es genauer wissen will, kann mich anschreiben) kann dies passieren:

  • Einige Gegenstände mutieren zu Flugobjekte.
  • Verbrennungen sind möglich.
  • Falsche Befunde durch nicht gleich ersichtliche Artefakte.
  • Und Metall macht Artefakte, die das Befunden schwierig bis unmöglich gestalten:

 

 z.B: Eine Splitterverletzung  Höhe der Stirnhöhe:

 

z.B.: eine nicht entfernte Zahnprothese:

 

 

Auf freundliche Nachfragen gebe ich gerne Antwort. Aber diese meist sehr bestimmten Diskussionspartner und Besserwisser nerven ja schon ein bisschen..

Zur Veranschaulichung hier ein Video, was ganz gut zeigt, wie ein Magnet auf Metall reagieren kann: (Quelle: Youtube  von 18Simon226)

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Martina

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