Tag -Klettern

Erste Schritte beim Klettern…

schuhe

NIIIEEE  IM LEBEN!!  Mich die Wand hochwuchten? An den bunten Knubbel soll ich mich halten können? Ihr spinnt ja… Das waren meine Worte Anfang Sommer, als mich Bekannte zum Klettern einluden.  Ich kann es ja versuchen, aber wehe es lacht jemand!

Schnupperklettern in der Kletterhalle :

Die Ausrüstung bekam ich geliehen. Das Highlight: Die SCHUHE! Sie sind 1-2 Nummern kleiner als normal. So hat man mehr Gefühl und Gripp an der Wand. Puuhh. Autsch, tut das weh. Die Zehen sind gekrümmt und nach einer Kletterrunde werden sie auch ganz schnell wieder ausgezogen. Und der Geruch erst…uuhh. Aber man gewöhnt sich dran. Nun besitze ich zwischenzeitlich selbst eine Basisausrüstung und muss gestehen: es stimmt, an der Wand sind diese Schuhe goldwert!

klettergurt

 

Dann wird man von erfahrenen Kletterer angezogen, denn der Klettergurt muss richtig sitzen und sicher sein.

 

Und schon ging es los. Mein Ausbilder sucht die Anfängerwand aus. Auf die Farben muss ich nicht achten und seine ruhige Art gibt mir das nötige Sicherheitsgefühl. Gefühlte Stunden habe ich für die ersten Meter gebraucht. Schweissausbrüche. Die Unterarme schmerzen und das Bein zuckt fröhlich vor sich hin und kann nicht mehr gesteuert werden. Da darf ich mich in den Gurt setzen und ausruhen. Eigentlich ganz bequem .Runterschauen will ich noch nicht.  Ein kurzer Adrenalinstoss beim Weiterklettern als ich ausrutsche. Aber auch hier wieder unnötige Panik. Ich falle gar nicht. Das Seil ist so straff, dass ich den Sturz eigentlich  nicht registriere… Ich fühl mich sicher. Aber auch schlapp. Als ich irgendwann mal am Ziel ankam wird es mir nochmals mumelig zumute. Wie komme ich da wieder runter? Einfach nach hinten ins Nichts sitzen? Da ich nicht verhungern wollte, habe ich ich es  gewagt und man staune: ich kam heil wieder unten an.

Mein  Fazit nach meinem Schnuppertag: Macht Spass.  Trotz meiner kurzen Schreieinlage sind noch alle entspannt. Der Muskelkater ist gewiss, denn wie bei vielen Sportarten war ich wohl  sehr verkrampft und das Wort Technik ist ein Fremdwort. Schön war es . Anstrengend beim Klettern, aber die Stimmung um das Geschehen ist sehr entspannt. Tut gut.

 Der Einsteigerkurs (das Angebot ist riesig. z.B. DAV…) 

dsc_0038Mein Kurs ging 2x 4,5 Stunden. Bei einem ausgebildeten Kletterer lernt man zuerst das Material kennen.  Schliesslich ist die Sicherheit das Wichtigste beim Klettern. Da muss das Material und die Handhabung stimmen. Dann wird ausführlich auf das Sichern des Partners eingegangen.  Geklettert wird zu zweit.Ziel: Einer darf die Wand hoch, während der Partner einen sichert und aufpasst, dass Dir da oben nichts passiert. Dann wird der erste Knoten gelernt. Meiner war der doppelte 8ter-Knoten. (Bis dieser endlich geklappt hat, verging  Zeit) Dieser wird am Gurt des Kletterers unter Beachtung einiger Regeln befestigt.

 

Dann wird ein Sicherungssystem an Seil und Sichernden gelegt. ( Hier im Bsp. ein Click-Up-System)

Dann noch die ersten Kommunikationsrufe: ZU = Seil wird straff gezogen, damit der Kletterer sich z,B. ausruhen kann.  AB =Der Kletterer wird vom Sichernden sanft und unter ständiger Beobachtung runtergelassen.

Noch ein paar Trockenübungen auf dem Boden, damit das Handling stimmt und schon kann es losgehen;. Gestartet wird im  Toprope. D.h. Ein Seil hängt schon brav an der Wand.

1. Partnercheck (gegenseitige Kontrolle der Gurte/ des Sicherungssystems/der Knoten…) IMMER.

2 .Kletterer darf los.  Der Sichernde wird vom Trainer unterstützt und korrigiert, während der Kletterer eh mit sich selbst beschäftigt war 🙂

3. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Sichernden.

Dann noch ein paar Fallübungen, damit  die Angst vor dem Fall verloren geht. War sehr hilfreich für mich.

Zum Abschluss gab es einen Toprope-Schein. Kann man sich über das Bett hängen… anscheinend verlangen aber  manche Betreiber von Kletterhallen einen Schein, damit Du überhaupt rein darfst.

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Seit diesem Kletterkurs habe ich mit verschiedenen Leuten (z.B. aus dem Kurs oder Bekannte..) hin und wieder geklettert. Nach ein paar Eintritten, hat man schon ein paar Leute kennengelernt . Und schwupp ist man unabhängig und kann alleine in die Halle , denn es findet sich immer ein Kletterpartner vor Ort…

Die Routen werden in verschiedene Schwierigkeitsstufen eingeteilt. Die Skalen kann man im Internet mal anschauen.

Im Sommer traute ich mich ebenso mal an einen Fels. Eine einfache Route natürlich . Dies ist ein besonderes Erlebnis. Frische Luft, Sonne und etwas Bewegung.

Demnächst absolviere ich noch den Vorsteigerkurs.  Hier muss der Kletterer das Seil zuerst im Vorstieg an sog. Expressen einhängen. Aber bei meinem Lieblingspartner habe ich das bereits erlernen dürfen.

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Mein jetziger Stand nach 5 Monaten (bei unregelmässigem Klettern):

Die Technik fehlt noch, wird aber kontinuierlich besser.

Halle: Toprope: sicher 5 , manchmal 6 und ein Erfolgserlebnis war ne 7-

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Halle: Vorstieg: je nach Tagesform wie oben, begleitet mit diversen Abstürzen

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am Fels: ganz einfache Routen. Mehr oder weniger erfolgreich. Keine Ahnung , wie ich mich da einzustufen habe.

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Will wieder klettern gehen…

Klettern für Spätzünder geeignet!

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Seit Juli 13 habe ich diese Sportart für mich entdeckt.  Nie hätte ich mich dort gesehen, aber Dank Sven von Auf&Abund Reiner, kann ich mich nun auch dafür begeistern. Mit viel Geduld haben sie mir die Unsicherheiten genommen. Die Höhe und die verschiedene Knoten waren (und sind noch) meine Knackpunkte:Meine Schnürsenkelknoten halten prinzipiell nicht. Und sich nur am Schnürchen hängend 30 Meter in die Höhe wuchten? Arrgh.  ABER: Es ist erlernbar und macht dazu auch noch viel Spass.  Das anschliessende  Gefühl der Tiefenentspannung ist zudem ein schöner Nebeneffekt.

In meinen Beiträgen erzähle ich Euch einfach mal meinen Werdegang.  Einfach ein paar Infos, wie man mit dem  Klettern beginnen kann.

Nur Mut! Das bekommt jeder hin.  Und an die weiblichen Anfänger: Ein schön geformter Oberkörper und feste Arme sind doch Motivation genug :-). Und die Kletterer sind ein nettes Völkchen. Ich habe sie als hilfsbereit, offen und stressfrei kennengelernt.