Kategorie -Allgemein

Hotel auch für Alleinreisende

“ OH..shit. Du gehts nun doch alleine in den Kurzurlaub? Und dann noch in ein Hotel? Geh`doch lieber in eine Hütte. Da rutschen alle Leute mehr zusammen und es gibt Alkohol.“

Ich fass es nicht! Das erinnert mich sofort an den Bericht von Pink Kompass “ Mit welchen Vorurteilen du als Alleinreisende zu kämpfen hast“.

Das alleine in Hotels sitzen auch seine Schattenseiten hat ist klar. Beim Abendessen wird das zweite Gedeck weggeräumt und der Sitzplatz ist garantiert in der hintersten Ecke, wo man nur mit mitleidigen Blicken bedient wird. Zum Glück existieren immer mehr Hotels, die von dem eingestaubten Gästebild Abschied nehmen und dem Individualismus mehr Gewicht geben. Für ein langes Wochenende im Schnee wähle ich ein Sporthotel, dass geradezu für mich geschneidert zu sein scheint. Ein Budget-Design-Hotel.

Ein gesundes, vielfältiges, qualitatives hochwertiges Frühstück mit unendlich viel leckerem Kaffee erwartet mich. Ohne Gedeck und Schnickschnack, denn man stellt sich alles selbst zusammen und sucht sich einen Sitzplatz , wo man sich wohlfühlt. So fängt der Tag gut an. Ich schlürfe meinen ersten Latte Macchiato auf einem Loungesessel und beobachte die Betriebsamkeit. Die Gäste sind gemischt. Viele Teenager, die schon mit ihren Skihosen an der Pfanne stehen, um sich schnell noch ein Rührei zu zaubern. Familien, die den Tagesablauf besprechen und auch mehrere Einzelpersonen!“(freu“). Emsiges Treiben… wer also absolute Ruhe sucht, ist hier fehl am Platz.

Das Hotel bietet alles für junge und junggebliebene Wintersportler an. Nicht ein typischer Skikeller gibt es, sondern man kann sich Schliesskabinen für sämtliche Utensilien mieten. Zudem steht eine stylische Werkbank  zur Verfügung. Das freundliche Personal überzeugt mit Kompetenz und versorgt die Gäste mit Informationen über Ski-Verleih, Wetter und und und…

Nach einem Sporttag ist die Sauna zum Entspannen ein guter Ausklang. Oder man trifft sich abends in der Lounge-Bar zum Essen, Spielen, Lesen, Fernsehen oder einfach nur zum Rumhängen. Die Kinder toben sich noch gerne bei dem interaktivem  Touchscreen bei X-Box-Spielen aus.  Arbeiten am Computer geht auch, denn es steht ein schnelles kostenfreies WLAN zur Verfügung. Ein Nachteil empfinde ich, dass nur eine Miniauswahl an Snacks angeboten wird. Abendessen muss man entweder ausser Haus, oder man bestellt sich einfach etwas vom Italiener ins Hotel. Gar kein Problem!

Die Zimmer sind klein und nicht mit den edelsten Materialen ausgestattet. Wer aber sowieso nur eine nette Übernachtungsmöglichkeit sucht, ist hier gut aufgehoben. Funktionell ausgestattet bieten sie trotzdem viele kleine Highlights.

Durchweg positiv aufgefallen ist mir das Personal. Immer glaubhaft freundlich, flexibel und kompetent. Keinen Moment fühlte ich mich unwohl, weil ich als Einzelperson unterwegs war.

Dieses Konzept des Hotels  geht bei mir voll auf. In dieser lockeren Atmosphäre lässt sich leicht ein längeres Wander- oder Skiwochenende verbringen. Danke dem Team des Explorer-Hotels im Montafon

 

Suchbild

Da hatte ein kleiner Bub wohl wieder Langeweile und tobte sich an Papas Heftklammern aus. Nur dumm, dass der Kleine sich gerade in der „oralen“Phase befindet….

 

Auszeit

Derzeit läuft leider nicht alles so rund, wie ich es mir vorstelle. Niedertourig geht es bei der Arbeit und im Privaten zu. Lauwarmes Getröpfel, dass auf Dauer nichts für mich ist. Zu schnell verwandelt sich Seichtes in Langeweile und Unzufriedenheit.  Nicht agieren können wie ich will… ausgebremst. Puh.

Es wird Zeit für eine Auszeit. Ein kleines Microadventure. Den Namen klaue ich einfach. Macht nichts. Will mich wieder spüren. Kennt ihr das? Ich spüre das, wenn ich meine (eh nur gering vorhandene) Geduld verliere und mich nicht mehr auf Patienten oder Umfeld einlassen kann/möchte.

Auspowern beim Sport? Den Sonnengruss beim Yoga lernen? Och nöööö…

 

Ja

Ich werde am Wochenende eine Motorradtour machen. Und wenn es weiterhin in Strömen regnet:Egal

Die Natur an mir vorbeizischen lassen.

Den Reifen bis ans Äusserste drücken.

Adrenalin ausschütten.

Männer ärgern, wenn ich sie überhole.

Konventionen hinter mir lassen und ein bisschen wild sein.

Einfach mich spüren. Meinem Ego den Vortritt lassen.

Besserwisser…

Immer diese Diskussionen. Vor allem deutsche Patientinnen haben, dank der vielen panikverbreitende Berichte  über Strahlung, eine gewisse Strahlenphobie entwickelt. Nervig, vor allem wenn diese Damen im Notfallröntgen dann noch der Meinung sind, alles besser zu wissen und auf Strahlenschutz bestehen.

Im Nachtdienst hatte ich eine junge Frau, bei der ich eine Beckenaufnahme anfertigen sollte. Aber natürlich nur mit einer Bleischürze. Am besten über das ganze Becken….Arggh. Meine Erklärungen (ich bin schliesslich die Fachfrau) wurden ignoriert. Sie hat es schliesslich  gelesen, dass man da was drüberlegen muss. …Aha. Ablehnen möchte  sie diese Aufnahme auch nicht.

Nach 15 Minuten habe ich es aufgegeben.Dann zurück auf den Notfall geschoben (nachdem ich meinen Rücken mit x-Mal herumziehen der granziösen 100 kg Dame  gefordert habe). Soll sich der Notfallarzt mit ihr beschäftigen. Das klappt  meistens, denn schliesslich ist er ein Mann und hat ein Arztkittel an. So kam sie dann doch nochmals zu mit. Das war das schweigsamste Röntgen seit langem 🙂 . Hi.