Kategorie -Arbeit

Traurig…

Das ging unter die Haut!. Ein 40-jähriger Mann spürte am Abend, dass der Mundwinkel runter hing.  Aber er machte sich keine Sorgen, denn schon vor einem halben Jahr hatte er ein ähnliches Phänomen erlebt, was wieder verschwand. Dieses Mal leider nicht. Über Nacht entwickelte er auch eine Halbseitenlähmung , was ihn schliesslich zu mir 12 Stunden später ins MRT brachte.

Diagnose: Ein Schlaganfall!  Wie er sich davon erholen wird, wird sich zeigen, aber Fakt ist, wenn er sofort beim hängenden Mundwinkel das Krankenhaus aufgesucht hätte, wären die Chancen viel viel besser. In einer Klinik , die eine „Stroke-Unit“ beinhaltet, wird sofort reagiert und entsprechend gehandelt….

TIME IS BRAIN!

Umfunktionierter Bleischutz

Eine Lendenwirbelsäule sollte ich bei einem jungen Mann aus Serbien röntgen. Ich bat ihn, sich in der Kabine  entsprechend zu entkleiden und eine Hodenkapsel anzulegen. Allerdings hatten wir Kommunikationsprobleme, denn mein Kunde und ich hatten keine gemeinsamen Fremdsprachenkenntnisse. Es blieb nur die gute alte Hand-Fuss-Verständigung. So versuchte ich die Handhabung dieses Bleischutzes irgendwie begreiflich zu machen. Mit grossen Augen gab er mit einem Nicken an, dass er mich wohl verstanden habe. Nach langem Gebastel hinter der Kabinentür, kam schliesslich ein strahlender Patient und übergab mir die nun mit Urin gefüllte Kapsel…Nun hatte ich die grossen Augen und musste mir ein Lachen verkneifen!

Hier für Euch ein Bild einer sog. Hodenkapsel, die u.a. für Männer beim Röntgen benutzt wird.

Hodenkapsel in Aktion (1)

 

Mammographie

Keine Angst vor der Mammographie!

Brustkrebs ist noch immer bei Frauen die häufigste Krebsart. Nun versucht man mit Screening dies ein bisschen einzudämmen. Dadurch werden mehr Frauen mit der Mammographie konfrontiert.

Andere Frauen sind event. familiär vorbelastet oder haben gar etwas ungewöhnliches getastet. Dann ist die Röntgenuntersuchung primär sicherlich die richtige Entscheidung. Hier kann man schon gut Veränderungen sehen. Bei suspekten Befunden oder bei dichtem Drüsengewebe werden ergänzende Untersuchungen gemacht.

Gerade heute kam lauthals schimpfend eine „Kundin“ aus dem Untersuchungsraum und wetterte gegen die arme MTRA. Eine Masochistin sei sie, da sie die Brust viel zu fest eingeklemmt hatte–nach ihrer Meinung. Aufwendige Arbeit, die armen wartenden Frauen im Wartezimmer , die das ganze Spektakel natürlich mit grossen Augen und Ohren verfolgten, wieder zu beruhigen.

Tut das wirklich so weh?  Normalerweise nein. Das Drüsengewebe muss tatsächlich etwas komprimiert werden. Bei kleinen Brüsten zieht das etwas mehr, vor allem am Rand und an der Haut am Brustwand. Schliesslich will man so viel wie nur möglich auf das Bild bekommen.  Zudem wird das vorhandene Drüsengewebe aufgefächert und besser beurteilbar. Fixiert ist es ebenfalls…Normalerweise 4 Aufnahmen mit ein paar Sekunden Druck sollte auszuhalten sein. Der Nutzen ist wesentlich höher.

Ausnahmen gibt es natürlich immer. Bei Narben, Entzündungen, festem Drüsengewebe, falscher Aufnahmezeitpunkt im Zyklus…Dazu kommen Jammerlappen und Maulerinnen. Die MTRA muss die Aufnahmen nach sehr strengen Regeln fertigstellen und wird in engmaschigen Kontrollen bewertet. Also ruhig Vertrauen schenken und durch!

Ein paar Trostworte an die älteren Damen. Mit der Zeit nimmt das feste Drüsengewebe ab und dafür das Fettgewebe zu. In der Mammographie ein Pluspunkt. Drückt weniger und ist einfacher zu beurteilen!! Na also….:-)