Kategorie -Drinnen

Fremdgesteuert und deprimiert

Selbstbestimmung ist zur Zeit ein Fremdwort für mich. Gar nicht gut. Vieles, was mir gut tut, ist in den Hintergrund gerutscht.

Gesundheitlich stark angeschlagene liebe  Menschen benötigen volle Aufmerksamkeit . Ihre Anforderungen/Erwartungen an mich übersteigen teilweise meine Kraft und meine zeitliche Ressourcen. Meist subtil, manchmal aber auch angriffslustig äußern die Kranken und Hilfsbedürftige ihren Unmut, dass ich mich so selten blicken lasse. Ich enttäusche.

Das Krankenhaus läuft auf Hochtouren. Der Winter beschert meist ein ausgebuchtes Haus. Im Gegenzug ist das Arbeitsteam im Winter krankheitsbedingt reduziert. Konzentration, Flexibilität und Ausdauer ist gefragt.Trotz Vollgas wird genörgelt und gemosert. Ermüdend.

Ein wöchentliches Klettertraining ist bezahlt. Hetze gleich nach der Arbeit los, um einigermaßen rechtzeitig dort zu sein. Bevor es losgeht, bin ich schon fertig wie ein Schnitzel. Meine Leistung ist lausig.

Meine Woche hat definitiv zu wenig Tage/ Stunden. Vollgestopft mit Spätdiensten, Besuchen, Besorgungen bleibt der Rest auf der Strecke. Meine Freunde sind enttäuscht, weil ich viele Absagen erteile und mich selten auf ein Treffen festlege.

Frustration hat sich breitgemacht. Das muss sich ändern. Schliesslich will ich wieder die Power-Frau sein, die  neugierig auf das Leben ist und es geniessen kann.  Für mein Glück bin nur ich verantwortlich, dann möchte ich es auch selbst bestimmen können.

 

 

 

 

 

Pro und Contra – Grippeimpfung

Mit Nachdruck wurde dieses Jahr im Krankenhaus  die Werbetrommel für die Grippeimpfung gerührt.  Die letzten Jahre zeigten, dass sich  scheinbar nur 10% des Personals impfen liessen.  Ab Mitte Oktober wird  alljährlich eine Impfung für alle Mitarbeiter kostenfrei angeboten. Und prompt starten die zahlreichen Disskussionen darüber, ob eine Impfung überhaupt sinnvoll ist.

Häufige Diskussionspunkte:

  • “ Der Arbeitgeber möchte nur den Krankenstand des Personals in der Grippensaison reduzieren“.

Vermutlich auch ein Grund. Na und? Wer lieber krank im Bett liegt, anstatt zu arbeiten, sollte sich Gedanken über seinen Beruf machen.

  • „Nach der Impfung bin ich immer krank“

Bei diesem  Satz rollen sich meine Fussnägel auf! Denn eine Impfung löst keine Grippe aus. Höchstens kurzweiligen Beschwerden oder Unwohlsein können auftreten. Und die Impfung schützt nicht vor einer Erkältung, die nicht mit einer Grippe gleichzusetzen ist (das sollten aber Krankenhäusler wissen)

  • „Ich lass mir nichts aufzwingen“. 

Sind wir hier im Kindergarten? Natürlich darf keiner gezwungen werden (wobei die bekannten Pflichtimpfungen  gute Dienste geleistet haben) . Gehört man nicht zu der Risikogruppe und hat  keine Überempfindlichkeit  der Impfstoffbestandteile , sollte der gesunde Menschenverstand ausreichen. Als Gesunder verkraftet man eine Grippe gut, aber steckt man einen Menschen mit erhöhtem Risiko an, kann dies bis zum Tode führen.

 

Ich bin der Meinung, dass der Nutzen einer Impfung erheblich höher ist, als die mutmasslichen (noch nicht bewiesenen) Komplikationen, die auftreten können.

Wer geimpft werden sollte:

  • Alte Menschen ab ca 60 Jahre
  • Säuglinge und Kleinkinder
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem
  • Berufsgruppen mit erhöhter Gefährdung (z.B. Pflegepersonal, Ärzte…)

 

Wer nicht geimpft werden sollte :

  • Allergiker gegen Hühnereiweiss
  • Menschen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen einen Impfstoffbestandteil
  • Immunsuppremierte Menschen
  • Ausgenommen sind auch Impfwillige, die jedoch aktuell eine Infektion durchstehen müssen.

 

 

 

Ich wünsche Euch allen eine grippefreie Zeit!

 

Eine Reise in die Vergangenheit

Da hat sich die letzten Jahre aber mächtig viel getan. Aus schwarz wurde weiss. Der Stuhl verschwand zum Glück auch aus dem Bild. Inzwischen darf glücklich gelächelt werden . Hier habe ich einige Hochzeitsbilder aus einem Familienalbum:

 

Klasse sind jedoch die Kinderfotos. Spielende Kinder im Laufstall. Arbeitende Kinder. Kinder, die  Spass haben:

Und natürlich dürfen nicht die jungen Männer und Frauen fehlen..

 

 Es war  anders und doch irgendwie gleich…

Koffein und Kokain

Mist… ich bin vergiftet. Mein Kaffeekonsum liegt derzeit bei 6 Tassen . Hätte ich das schlaue Buch anno dazumal früher gelesen, wäre ich bei der guten Muttermilch geblieben….

…während das Kokain zum Glück einen gutartigen Verlauf nimmt. Boah….

 

Röntgenschutz bei Frauen

Ich bekomme ab und zu Anfragen betreffend Strahlenschutz für Frauen beim Röntgen….In meinem kleinen Aufreger Besserwisser, kann man vielleicht schon erahnen, dass es nicht immer möglich ist. Da die zu schützenden Organe im kleinen Becken liegen (beim Herrn sind sie bekanntlich ausserhalb und etwas tiefer), kann man z.B. bei einer Beckenaufnahme oder auch einer Lendenwirbelsäule keinen Schutz anwenden.Hier würde man einige Knochenstrukturen überdecken. Auch eine Bauchaufnahme muss ohne Schutz auskommen.

 

 

 

Bei Kontrollaufnahmen von Hüften, kann man es sich überlegen. Da die Lagerung und Grösseneinschätzung des Ovarienschutzes schwierig ist und es zudem diverse Messungen bezüglich effektiven Schutz gibt, wird auch hier oft darauf verzichtet. (Obwohl von oben angeordnet). Bei den meist anderen Röntgenuntersuchungen sollte ein Schutz angelegt werden.

 

 

Ich rede hier nur vom Röntgen. Nicht mit CT (= Computertomographie), Nuklearmedizin und Strahlentherpie gleichzusetzen. Da sieht es anders aus. Zudem gibt es einige andere Kriterien, die die Krankenhäuser unterschiedlich bestimmen.

Dennoch wird vor allem bei Hausärzten leider häufig ohne Schutz geröngt. Traut Euch und fragt nach!

 

Besserwisser…

Immer diese Diskussionen. Vor allem deutsche Patientinnen haben, dank der vielen panikverbreitende Berichte  über Strahlung, eine gewisse Strahlenphobie entwickelt. Nervig, vor allem wenn diese Damen im Notfallröntgen dann noch der Meinung sind, alles besser zu wissen und auf Strahlenschutz bestehen.

Im Nachtdienst hatte ich eine junge Frau, bei der ich eine Beckenaufnahme anfertigen sollte. Aber natürlich nur mit einer Bleischürze. Am besten über das ganze Becken….Arggh. Meine Erklärungen (ich bin schliesslich die Fachfrau) wurden ignoriert. Sie hat es schliesslich  gelesen, dass man da was drüberlegen muss. …Aha. Ablehnen möchte  sie diese Aufnahme auch nicht.

Nach 15 Minuten habe ich es aufgegeben.Dann zurück auf den Notfall geschoben (nachdem ich meinen Rücken mit x-Mal herumziehen der granziösen 100 kg Dame  gefordert habe). Soll sich der Notfallarzt mit ihr beschäftigen. Das klappt  meistens, denn schliesslich ist er ein Mann und hat ein Arztkittel an. So kam sie dann doch nochmals zu mit. Das war das schweigsamste Röntgen seit langem 🙂 . Hi.