Kategorie -Frauen

Hier werden nur Themen behandelt, die ausschliesslich für Frauen sind. Männer wollen und sollten es nicht anschauen..

Trans-Fette

Der Supergau! Jeder hat es schon irgendwann gehört:  Es gibt  gesättigte und  ungesättigte Fette.  Aber dass es noch die ganz böse Variante gibt, nämlich die sogenannten Trans-Fette, wissen wenige.

Pflanzenöle sind ungesättigt und befinden sich in einer Cis-Form (ist eine Art des Baus) .  Bei Zimmertemperatur ist das flüssig. Dies ist in der Lebensmittelindustrie gar nicht praktisch. So erfand man ein Verfahren dieses Fett zu härten. Man stopfte einfach mal ein Wasserstoffteilchen dazu und gestalte diese CIS-Form in die sog. TRANS-Formation um. Man sättigte das Öl ab.  Das hatte den Vorteil, dass sämtliche Lebensmittel nicht zerfliessen und die Haltbarkeit verlängerte sich auch  um einiges.

Ebenso können  ungesättigte Pflanzenöle bei zu starker Erhitzung (ab 130Grad) zu Trans-Fetten mutieren. Beim Braten also besser auf Schmalz umsteigen.

Die Lebensmittel mit Trans-Fetten sind:

  • Viele Instantsuppen (da habe ich aber gestaunt)
  • Margarine
  • Fette zum Frittieren

Und damit  finden sie sich  in vielen Backwaren und frittierten Produkte wieder:  einige Kekse / Kuchen/ Chips/ Erdnussbutter/ Pommes/ Blätterteig

Nur:

Der menschliche Körper kann diese Fette ganz schlecht spalten bzw. abbauen. Da hilft der beste Sport nicht. So lagert es sich wunderbar ein und man wird einfach mal DICK! Zudem geht ein höheres Gesundheitsrisiko von diesen Fetten aus. Herzinfarkte, Schlaganfälle und Arteriosklerose können die Folge sein.

Das schlimme finde ich:

In Amerika besteht eine Bezeichnungspflicht. Und zwar müssen die Hersteller in Grossbuchstaben die Information Trans-Fett aufdrucken, wenn es drin ist. In Deutschland  wird nur bei den Ölen eine Maximalmenge an Transfetten vorgeschrieben. Für andere Produkte bestehen keine Grenzwerte. Allerdings muss der Hinweis: gehärtete Fette vermerkt sein. Das Wort Transfett wird man vergeblich suchen.Es lohnt sich also ein Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen.

 

Der Stirnkuss.. bescheuert oder romantisch?

Die Stimmung ist gut. Männerhände nehmen mein Gesicht und ziehen den Kopf näher. Und es geschah…unangekündigt und unerwartet. Ein Stirnkuss!  Ich vergesse die Haltungsnote, klappe den Mund auf und gucke wie eine irre Kuh. Was war das denn??

Bilder aus der Vergangenheit ziehen an meinem inneren Auge vorbei. Vater gab mir als Kind einen Stirnkuss. Er wirkte beruhigend. Ich fühlte mich beschützt. Nichts konnte mir passieren. Das ist allerdings schon eine ganze Weile her.

Auch Abschiede, die kein Wiedersehen zulassen werden manchmal mit einem Stirnkuss untermalt.

Ich küsse enge Verwandte oder Freunde auf die Stirn. In schweren oder traurigen Situationen.

Bevor mein entgeisterter Gesichtsausdruck eingemeiselt ist, schwenke ich um. Wie fühlte ich mich denn dabei?

…einfach gut….

 

 

 

Der grosse Trip

Unspektakulär und dennoch faszinierend war diese Verfilmung der gleichnamigen Memoiren von Cheryl Strayed. Ein authentischer Film über eine Frau, die am Tiefpunkt ihres Lebens ankommt.  Sie wagt einen Neuanfang und entscheidet sich  den Pacific Crest Trail zu gehen. 1000 Meilen zu Fuss, die Psyche und Physe herausfordern. Und das nur mit dem einen Ziel:  Sich selbst wieder zu finden.

Nun gut. Selbstfindung mag derzeit ein Modewort sein. Trotzdem lohnt es sich diesen Film anzuschauen. Es ist ein stiller Film, der von schönen Bildern und einer ausdrucksstarken Schauspielerin (Reese Witherspoon) lebt.

Dieser Film hat mich inspiriert und ich stecke schon in freudiger Vorbereitung für meinen kleinen Trip in die Natur…

Freundschaft : Mann – Frau

 

Meine Hand hätte ich für ihn in das Feuer gehalten. Umso mehr war ich enttäuscht, dass plötzlich,  nach jahrelanger Freundschaft, der Faktor Kuscheln ins Spiel kam. Nur weil Frau eine Beziehung beendet hat ? Sch…

Viele Abende und Nächte wurde geulkt, gequasselt,etwas unternommen…ohne, dass jemals eine Hand plötzlich um die Hüfte gelegt und das Knie gestreichelt wurde. Wie glücklich war ich, wenn nach längeren Wiedersehenspausen die Chemie gestimmt hat und alles wie immer war. Intime Gespräche waren nie peinlich und Abende mit reichlich Alkohol wurden nie ein Desaster.  Ein erotischer Funke sprang nie über. Das Thema „wir“ kam nie auf. Schliesslich kannte man sich schon über 20 Jahre und jeder hatte seine eigene Liebesgeschichten.

Seit jener Streicheleinheit, sanft und doch deutlich, ist alles anders. Nach einem „Nein“ zog sich diese  Hand wieder zurück und trotzdem  ist nichts mehr wie es war. Sätze wie: “ Du hast dich doch nicht mehr zu rechtfertigen. Komm schon. Nur kuscheln. Das tut doch gut “ ,brachten mich dann endgültig aus der Fassung.

Der letzte Kontakt ist schon einige Wochen her. Voller Wehmut denke ich an die Zeit „davor“ zurück.  Viele nennen mich naiv. Vielleicht ist es so. Und trotzdem gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass die noch bestehenden Freundschaften/Kontakten mit Männern weiterhin so bereichernd wie bisher bleiben.

 

Blasenentzündung

Mist! Eine Blasenentzündung tritt erfahrungsgemäß dann auf, wenn ein Arztbesuch nicht  möglich ist. Die Blase weis genau, wann Frau im Urlaub ist. Oder sie sucht sich ein Wochenende bzw. eine Nacht aus, in der sie unentwegt „Harndrang“ zum Hirn ruft. Auf der Toilette wird  dann mit Urin gegeizt und es kommen Schmerzen dazu.

Ich bin einer schnellen Antibiotika-Behandlung nicht abgeneigt, denn die Schmerzen können ziemlich unangenehm werden.  Was Schmerzen anbelangt, bin ich eine Mimose. Allerdings ist mir bewusst, dass die Antibiotika-Behandlung, wegen Bildung möglicher resistenter Keime, nicht unbedingt das Gelbe vom Ei ist. Was habe ich darum schon alles für Alternativen getestet! Vom Preiselbeersaft, der mich aufjaulen lies, bis hin zu einer Wasser-Volldiät.

Endlich habe ich dann ein Hausmittel für mich entdeckt, dass mich überzeugte : NATRON. Das kann man sehr günstig in jeder Drogerie und teilweise auch in Lebensmittelläden kaufen. Natron alkalisiert den Urin und bewirkt , dass er nicht mehr so stark brennt.

Mein Tipp, der zickenden Blase den Kampf anzusagen:

Bei den ersten Anzeichen  einer drohenden Attacke, wie Brennen oder Stechen :

  • 1/2 Ltr. Wasser (ohne Kohlensäure)  mit einem Teelöffel Natron (Natriumbikarbonat) trinken.
  • In den folgenden 3 Stunden alle 2o Minuten ca 250 ml Flüssigkeit trinken (Tee,Wasser..von Kaffee und säurehaltigen Getränken ist abzuraten).
  • Ich gönne mir ein gewöhnliches Schmerzmittel.
  • Nach ca 45 min aufs WC maschieren und pinkeln, was das Zeug hält. Dabei noch kräftig auf die Zähne beissen. Tut meist noch weh. Der Schmerz beim Urinieren lässt aber langsam nach, wenn viel Wasser durch die Blase geflossen ist.
  • Nach den 3 Stunden kann die Menge verringert werden.
  • Ich trinke anschliessend stündlich min. 500 ml Wasser mit wieder einem Teelöffel Natron.  Das mache ich so 4-5 Stunden. Danach trinke ich einfach nur noch Tee habe meist schon wieder ein Lächeln im Gesicht. Denn diese drei Schmerzstiller Wasser, Natron und das Analgetikum tun brav ihre Arbeit.
  • Wenn möglich, kombiniert man diese Aktion mit einem Dauerabo auf dem WC und einer wohltuenden Wärmeflasche auf dem Unterbauch.

Bisher bekam ich damit die meisten Blasenentzündungen in den Griff. Sind jedoch die Schmerzen unveränderlich oder stärker, sollte dann doch ein Arzt aufgesucht werden. Denn die  Bakterien (das sind meist Coli-Bakterien), die eine Blasenentzündung hervorrufen, können auch die Nieren aufsuchen. Nicht lustig!

 

 

HCG-Diät

Eine Welle der Euphorie schwappt durch meine Abteilung. Trotz Weihnachtsplätzchen wird um die Wette abgenommen. 4-6 kg in 2 Wochen. Ohne grossen Aufwand und Entbehrungen… Da wurde ich natürlich auch neugierig. Ein Super-Diät ohne Nebenwirkungen? Der Renner, auf den bei uns viele schwören ist die HCG -Diät. HCG (=Humanes Chloriongonadotropin), ist ein Schwangerschaftshormon, das für den Schutz des Kindes während der Schwangerschaft zuständig ist. In Notzeiten soll der Körper  auf die Fettreserven der Mutter zugreifen.

Wie funktioniert die Diät?

„Die HCG Diät soll sich über vier Wochen erstrecken. Während der gesamten Zeit derHCG Tropfen Diät reduziert man die Nahrungsaufnahme auf 500 Kalorien am Tag , das sind rund 1.500 Kalorien weniger, als eine normalgewichtige Fraui pro Tag verbraucht. Das Hungergefühl soll durch das zugeführte Hormon (als Injektionen, Tropfen oder Spray erhältlich) stark reduziert sein“.

Diese Diät ist umstritten. Bei vielen hat es sichtlich Erfolg gebracht und die Kilos purzelten. Und dennoch ist es mit Vorsicht zu geniessen. Eine so starke Kalorienreduktion geht häufig mit Mangelerscheinungen einher. Die Präparate können im Internet überall bestellt werden. Sie bedürfen keine Zulassungen und Kontrollen sind rar. Was ist wirklich im Endprodukt drin?

Unglaublich, wie die Nebenwirkungen ignoriert werden, sobald leichter Gewichtsverlust versprochen wird. Diese Nebenwirkungen sind möglich: Zyklusstörungen; Thrombosen, Brustschmerzen, Kopfweh, Eierstockzysten.

 

Ich hatte diese Woche im MRT eine Patientin, die durch diese Diät 25 kg verlor. Allerdings blieb ihr Bauch dick und der Umfang erinnerte an eine Schwangerschaft im 6. Monat. Also untersuchten wir sie im Kernspin. Befund: Eine riesige Zyste, die vom Ovar(Eierstock)  ausging. Die OP ist auf jeden Fall kein Zuckerschlecken.  Ob sich das gelohnt hat?

Böses Mädchen..

 

Ein Frauenabend ist goldwert. Da ich in der dummen Situation bin mich nicht , und das in meinem Alter, in dem klassischen Familienbild zu befinden,  verbringe ich meine Freizeit vermehrt mit Männern als mit Frauen.  Die Frauen in meinem Freundeskreis haben derzeit andere Verpflichtungen und Hobbies. Sie haben leider keine Zeit mehr für Zeltromantik, Adrenalinschübe auf dem Moped oder sonstiges…

Ich hatte es schon fast vergessen, wie es ist mit Mädels unterwegs zu sein. Dabei war es nichts spektakuläres:  Essen, trinken und dann Kino. Und es tat  soooo gut. Eine Wohltat!

Ist es verwerflich, wenn man einfach mal drauflos lästert? Sein Leid klagen kann, ohne gleich Lösungsvorschläge zu bekommen? Frust abbauen, indem man ohne Strich und Komma plappert. Hach. Immer könnte ich dies zwar nicht ertragen. Aber ohne möchte ich auch nicht sein. Mal böses Mädchen sein und lästern, schimpfen und  auf den Putz klopfen. Dabei lachen, träumen und mit einem Glas Sekt auf die Frauen  anstossen. Tolle Sache, finde ich.

 

 

Auf den Mädelsabend! Danke Euch.

Röntgenschutz bei Frauen

Ich bekomme ab und zu Anfragen betreffend Strahlenschutz für Frauen beim Röntgen….In meinem kleinen Aufreger Besserwisser, kann man vielleicht schon erahnen, dass es nicht immer möglich ist. Da die zu schützenden Organe im kleinen Becken liegen (beim Herrn sind sie bekanntlich ausserhalb und etwas tiefer), kann man z.B. bei einer Beckenaufnahme oder auch einer Lendenwirbelsäule keinen Schutz anwenden.Hier würde man einige Knochenstrukturen überdecken. Auch eine Bauchaufnahme muss ohne Schutz auskommen.

 

 

 

Bei Kontrollaufnahmen von Hüften, kann man es sich überlegen. Da die Lagerung und Grösseneinschätzung des Ovarienschutzes schwierig ist und es zudem diverse Messungen bezüglich effektiven Schutz gibt, wird auch hier oft darauf verzichtet. (Obwohl von oben angeordnet). Bei den meist anderen Röntgenuntersuchungen sollte ein Schutz angelegt werden.

 

 

Ich rede hier nur vom Röntgen. Nicht mit CT (= Computertomographie), Nuklearmedizin und Strahlentherpie gleichzusetzen. Da sieht es anders aus. Zudem gibt es einige andere Kriterien, die die Krankenhäuser unterschiedlich bestimmen.

Dennoch wird vor allem bei Hausärzten leider häufig ohne Schutz geröngt. Traut Euch und fragt nach!

 

Italienisches WC

 

Kaum schliessen sich die Türen der WCs oder Duschen, werden die Stirnfurchen tiefer und der Mundwinkel verzieht sich zu einem grossen Fragezeichen. Wenn die Tochter fragt:“Mami, wozu ist denn die Schüssel da? „und die Antwort ausweichend:“ Dafür bist Du zu klein“ heisst, dann ist klar, dass bei der einen oder anderen noch offene Fragen sind.  Auch ich hatte nur eine vage Vorstellung und konnte weder  die Funktion noch  den Nutzen der jeweiligen Schüssel beschreiben.

Ein Tabuthema, dem ich mich einfach mal annehme. Auf einem Camping-Platz am Gardasee war es endlich soweit. Ich konnte eine waschechte Italienerin, die sich tagtäglich mit den Räumlichkeiten beschäftigte, interviewen.  Hier also die Ergebnisse:

Das Steh-Clo (in Europa ist der Ausdruck  Hocktoilette treffender)

Eine hygienische Sache, denn nichts hat Kontakt mit der Schüssel. Nur die Oberschenkelmuskulatur und der Gleichgewichtssinn wird gefordert. Hat man hier Defizite, kann man sich an der Wand ausbalancieren.

  • Füsse auf die geriffelten Stellen
  • Ab in die Hocke und stabile Haltung einnehmen.
  • Ob Hintern zum Loch oder umgedreht, sei Geschmackssache. Einfach ausprobieren. (Je nach Geschäft, wird meist das Loch als Treffer-Versenkt-Variante bevorzugt)
  • Papier nach Benutzung in das Körbchen oder Eimer .Auch Damenbinden und „Dings“(was auch immer damit gemeint war) gehören nicht ins Clo.  Falls nur ein Bottel Wassser zur Verfügung steht, ist dies für die Reinigung der Genitalien gedacht.
  • Spülung betätigen ; bzw. mit Wasser das „Spülgut“ ab in das Loch schwemmen.
  • Auch eine vorhandene Clobürste (Luxus, aber es gibt sie), darf verwendet werden.

 Waschräume für die Frau

Noch eine Schüssel beschäftigt manche Frauen. Ist das nun für die Füsse ? Oder doch ein Bidet?Ohne WC?  Hmm. Aehhh.

Ist diese Schüssel neben einem WC, ist der Einsatz klar. Das ist ein Bidet: zum Waschen der diversen Oeffnungen nach dem Toilettenbesuch. Was aber, wenn das Ding in einem Raum mit einer Dusche und Waschbecken steht? Und nur bei den Frauen, nicht aber bein den Männernwaschräumen?

“ Multifunktionell „“ lautete die Antwort meiner italienischen Clofrau. Primär für die weiblichen Genitalien gedacht, wenn eine Dusche ausgelassen wird. Aber man kann es auch mal für die Füsse benutzen…

Aha.Nun gut. Gefunden  habe ich eine nette Zeichnung, die eigentlich schon alles erklärt: