Kategorie -Frauen

Hier werden nur Themen behandelt, die ausschliesslich für Frauen sind. Männer wollen und sollten es nicht anschauen..

Mammographie

Keine Angst vor der Mammographie!

Brustkrebs ist noch immer bei Frauen die häufigste Krebsart. Nun versucht man mit Screening dies ein bisschen einzudämmen. Dadurch werden mehr Frauen mit der Mammographie konfrontiert.

Andere Frauen sind event. familiär vorbelastet oder haben gar etwas ungewöhnliches getastet. Dann ist die Röntgenuntersuchung primär sicherlich die richtige Entscheidung. Hier kann man schon gut Veränderungen sehen. Bei suspekten Befunden oder bei dichtem Drüsengewebe werden ergänzende Untersuchungen gemacht.

Gerade heute kam lauthals schimpfend eine „Kundin“ aus dem Untersuchungsraum und wetterte gegen die arme MTRA. Eine Masochistin sei sie, da sie die Brust viel zu fest eingeklemmt hatte–nach ihrer Meinung. Aufwendige Arbeit, die armen wartenden Frauen im Wartezimmer , die das ganze Spektakel natürlich mit grossen Augen und Ohren verfolgten, wieder zu beruhigen.

Tut das wirklich so weh?  Normalerweise nein. Das Drüsengewebe muss tatsächlich etwas komprimiert werden. Bei kleinen Brüsten zieht das etwas mehr, vor allem am Rand und an der Haut am Brustwand. Schliesslich will man so viel wie nur möglich auf das Bild bekommen.  Zudem wird das vorhandene Drüsengewebe aufgefächert und besser beurteilbar. Fixiert ist es ebenfalls…Normalerweise 4 Aufnahmen mit ein paar Sekunden Druck sollte auszuhalten sein. Der Nutzen ist wesentlich höher.

Ausnahmen gibt es natürlich immer. Bei Narben, Entzündungen, festem Drüsengewebe, falscher Aufnahmezeitpunkt im Zyklus…Dazu kommen Jammerlappen und Maulerinnen. Die MTRA muss die Aufnahmen nach sehr strengen Regeln fertigstellen und wird in engmaschigen Kontrollen bewertet. Also ruhig Vertrauen schenken und durch!

Ein paar Trostworte an die älteren Damen. Mit der Zeit nimmt das feste Drüsengewebe ab und dafür das Fettgewebe zu. In der Mammographie ein Pluspunkt. Drückt weniger und ist einfacher zu beurteilen!! Na also….:-)

Als Frau in Marrakesch- Marokko

Grossen Respekt hatte ich bisher in die orientalische Welt einzutauchen. Eine unbekannte Welt, die für  mich , als europäische Frau mit grosser Klappe, eher in der hinteren Reihe meiner  Wunschliste zu finden war. Als Referenz hatte ich nur wenige  Urlaubsdestinationen kennengerlernt, in denen ich mich als Frau eher unwohl gefühlt hatte.

Was sollte ich also dann in Marokko? Von vielen Vorurteilen geprägt, hatte ich nicht vor mir mal Marokko anzuschauen. Harte Arbeit war es für Sven von AufundAb mich dorthin zu bewegen. Marrakesch sei ein guter Beginn zum Kennenlernen. Und erstaunt war ich dann doch, als man mich belehren musste, dass dort die Berber die Hauptbevölkerung darstellen.

Also gut. Voruteile sind MIST.  Dann halt los.  Als Frau über 40 wird man wohl auch nicht gleich gegen ein Kamel eingetauscht.  Hoffnung genug das Abenteuer- Frau allein in Afrika- zu bestehen!

Ankuft in Marrakesch. Ein süsser übersichtlicher Flughafen. Hier gibt es sogar einen hübschen Platz, an dem die Reisenden gleich mal die Gastfreundschaft erleben können. Vom Königspaar gibt es gesponserten Tee … sehr gesüsst aber geschmacklich lecker!

Anschliessend wurde ich wohl gleich über den Tisch gezogen. Das Handeln liegt mir nicht, darum zahle ich für das Taxi zum Hotel  einen irren hohen Preis, aber das lerne ich auch noch.

Ahhhh…schöööön.

hotelinnern

 

Die ersten zwei Tage bin ich pleite, ohne dass ich was eingekauft habe. Die Marokkaner sind charmante Schlawiner, die aus jeder Situation Geld machen. Aber warum komme ich auch erst so spät  auf den Trichter, die Frauen anzusprechen? Diese sind genauso präsent auf der Strasse, aber eine Wegbeschreibung kostet nicht gleich was.  Und das ist nicht unwichtig, denn in der Medina verlaufe ich mich prinzipell.  Wo ist überhaupt Norden?

Die Medina ist irre. Da wuselt es in jeder Ecke. Als wäre die Zeit stehen geblieben. In den Souks kann man nur staunen, wie die Produkte hergestellt werden. Das meiste in pure Handwerk mit einfachstem Werkzeug. Ich empfinde nur die Verkäufer und die Ladenbesitzer als aufdringlich. Vielleicht bilde ich es mir ein, aber das waren die einzigen Momente, in denen ich mich als Frau etwas komisch vorkam. Nur ungern wurde mir die Hand gereicht. Aber ich war schliesslich potentieller Käufer ! Und bei den Verkaufsmethoden hat man komischerweise immer etwas anschliessend im Gepäck. Ein Heilmittelchen gegen Schnarchen. Arganöl für schöne Haut. Amber gegens Stinken, tolle Gewürze…. mein Einkauf. Ansonsten gibt es nichts, was es nicht gibt. Bei den Frauen fühle ich mich gleich wohl. Schade, dass ich nicht französisch beherrsche. Wäre von Vorteil!

Tee trinken, sich durch die Medina treiben lassen, das Photomuseum, die Ledergerberei, Tajine, frischgepresster Orangensaft, Schlangenbeschwörer, Geschichtenerzähler und vieles mehr… das war die Innenstadt .

Marrakesch bietet aber ebenso Moderne und Ruhe.

Die Moderne findet sich mehr am Rande der Stadt. Dort gibt es alles, was man der Europäer auch kennt.

Nach ein paar Tage Hektik, Lärm und tausenden vonEinrücken, suche ich die Ruhe. Also ab ins Ourika – Tal, das in etwa 1500 M Höhe liegt. Auf dem Taxisammelplatz wird der Preis verhandelt….Puhh.  Hier treffe ich Berber, die mich sowas von normal behandeln (jaja… die Marokkaner lachen mich gerechtfertigt wohl nun aus, aber ich war nun wirklich leider etwas unwissend) .  Apfelbäume, ein Fluss, zwischendurch Kinder, die an der Strasse irgendwelche Kräuter und Co verkaufen. Nie aufdringlich..

Dann wieder Tajine am Wasser, ein ausgiebiger Spaziergang und dann per Anhalter wieder zurück! Richtig gehört. Das geht voll einfach. Man strecke zwei Finger in die gewünschte Richtung und nach zwei Privatautos traf ich wieder in Marrakesch ein (wir reden von 70 km Distanz). Eine besonders schöne Erfahrung. Entspannte Atmosphäre und kein obligatorisches Händeaufhalten danach. Diesen Tag habe ich besonders genossen.

Am letzten Tag musste ich auch noch unbedingt in ein Hamam! So ganz einheimisch habe ich mich nicht getraut, aber auch für die verwöhnten Touristen werden Hamams angeboten. Da ist das Hautabschrubbeln mit dem Handschuh wohl etwas sanfter? So sauber habe ich mich seit Tagen nicht mehr gefühlt. Richtig erholsam! Zur Erheiterung führen die schicken Papierslips für Touris! Das nächste Mal möchte ich ein ganz traditionelles Hammam besuchen.

Ich konnte leider nur ein paar Tage in Marrakesch verbringen. Diese reichten jedoch aus, um mich dort wohl zu fühlen…. Liebe Grüsse an alle Marokkaner !