Kategorie -Menschen

Menschliche Exponate

Zum zweiten Mal besuche ich eine Ausstellung des Plastinators Gunther von Hagens.. Gerade jetzt, wo ich durch Intensivkurse meine Massagekenntnisse erweitere, finde ich das menschliche Gerüst um so spannender und vertiefe hier mein Wissen. Entdecke neues. Ich muss zugeben, dass ich fasziniert bin.

In meiner Ausbildung war ein Praktika in der Obduktion obligatorisch. Daher ist der Anblick  der inneren Organe für mich nicht schockierend. Und da der Formalingeruch sowie das typisch kühle Stahl-Fliesen-Ambiente wegfällt, kann ich mich voll auf die Anatomie fokussieren. Ich finde es unglaublich spannend, wie diese Ausstellungsstücke so abstrakt drapiert werden, um spezielle Einblicke in den menschlichen Körper zu gewähren. Leicht vergisst man, dass hier ein Verstorbener liegt/steht.

Nur eines darf ich nicht: Das Gesicht inspizieren. Wehe ich entdecke ein Detail wie ein Haar, die Braue…erschaudere ich. Nur nicht den Gedanken freien Lauf lassen. So ähnlich sich der Aufbau der menschlichen Hülle sind, so unterschiedlich und einzigartig ist die Seele.

Für die einen abartig und krank, für die anderen  spannend und lehrreich. Die Werke des Plastinators Gunther von Hagens werden umstritten bleiben. Eine Faszination besteht auf alle Fälle. Die Schlangen vor den Ausstellungshallen beweisen es.

Obwohl bald jeder Milimeter ausgeleuchtet wurde, sind noch so viele Fragen offen. Irgendwie beruhigend das zu wissen, trotz meiner Begeisterung um das Wissen in der Schulmedizin.

Der Mensch ist  ein Mysterium. Gut so..

 

 

körperwelten Körperweltn Gunter von Hagen

 

 

 

 

 

Quelle Beitrags-Bild: image.epd

Trans-Fette

Der Supergau! Jeder hat es schon irgendwann gehört:  Es gibt  gesättigte und  ungesättigte Fette.  Aber dass es noch die ganz böse Variante gibt, nämlich die sogenannten Trans-Fette, wissen wenige.

Pflanzenöle sind ungesättigt und befinden sich in einer Cis-Form (ist eine Art des Baus) .  Bei Zimmertemperatur ist das flüssig. Dies ist in der Lebensmittelindustrie gar nicht praktisch. So erfand man ein Verfahren dieses Fett zu härten. Man stopfte einfach mal ein Wasserstoffteilchen dazu und gestalte diese CIS-Form in die sog. TRANS-Formation um. Man sättigte das Öl ab.  Das hatte den Vorteil, dass sämtliche Lebensmittel nicht zerfliessen und die Haltbarkeit verlängerte sich auch  um einiges.

Ebenso können  ungesättigte Pflanzenöle bei zu starker Erhitzung (ab 130Grad) zu Trans-Fetten mutieren. Beim Braten also besser auf Schmalz umsteigen.

Die Lebensmittel mit Trans-Fetten sind:

  • Viele Instantsuppen (da habe ich aber gestaunt)
  • Margarine
  • Fette zum Frittieren

Und damit  finden sie sich  in vielen Backwaren und frittierten Produkte wieder:  einige Kekse / Kuchen/ Chips/ Erdnussbutter/ Pommes/ Blätterteig

Nur:

Der menschliche Körper kann diese Fette ganz schlecht spalten bzw. abbauen. Da hilft der beste Sport nicht. So lagert es sich wunderbar ein und man wird einfach mal DICK! Zudem geht ein höheres Gesundheitsrisiko von diesen Fetten aus. Herzinfarkte, Schlaganfälle und Arteriosklerose können die Folge sein.

Das schlimme finde ich:

In Amerika besteht eine Bezeichnungspflicht. Und zwar müssen die Hersteller in Grossbuchstaben die Information Trans-Fett aufdrucken, wenn es drin ist. In Deutschland  wird nur bei den Ölen eine Maximalmenge an Transfetten vorgeschrieben. Für andere Produkte bestehen keine Grenzwerte. Allerdings muss der Hinweis: gehärtete Fette vermerkt sein. Das Wort Transfett wird man vergeblich suchen.Es lohnt sich also ein Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen.

 

Der Stirnkuss.. bescheuert oder romantisch?

Die Stimmung ist gut. Männerhände nehmen mein Gesicht und ziehen den Kopf näher. Und es geschah…unangekündigt und unerwartet. Ein Stirnkuss!  Ich vergesse die Haltungsnote, klappe den Mund auf und gucke wie eine irre Kuh. Was war das denn??

Bilder aus der Vergangenheit ziehen an meinem inneren Auge vorbei. Vater gab mir als Kind einen Stirnkuss. Er wirkte beruhigend. Ich fühlte mich beschützt. Nichts konnte mir passieren. Das ist allerdings schon eine ganze Weile her.

Auch Abschiede, die kein Wiedersehen zulassen werden manchmal mit einem Stirnkuss untermalt.

Ich küsse enge Verwandte oder Freunde auf die Stirn. In schweren oder traurigen Situationen.

Bevor mein entgeisterter Gesichtsausdruck eingemeiselt ist, schwenke ich um. Wie fühlte ich mich denn dabei?

…einfach gut….

 

 

 

Und plötzlich verliert man den Boden unter den Füssen

Noch berauscht vom wunderbaren Wochenende,  rufe ich meine betagten Eltern an. Dort bekomme ich die Nachricht, dass es einem Mitglied der Familie nicht gut geht. Die Alarmglocken in meinem Kopf schrillen! Das bedeutet nichts Gutes, und die Vorahnung bestätigt sich.

Der Mann, der bisher mit guter Konstitution und Lebensfreude gesegnet war, sich rührend um seine stark eingeschränkt mobile Frau kümmerte und die gesamte Organisation steuerte, muss akut ins Krankenhaus.

Für mich bricht eine Welt zusammen. Was geschieht nun weiter? Die ersten Tage und Nächte darf ich ihn begleiten, was meine Emotionen zum Überschäumen bringt.  Sogar mit Fieber und unter Schmerzen kümmert er sich noch um ein paar Kleinigkeiten und nimmt alles andere einfach hin. Nie hört man ein Jammern oder Stöhnen.

Dabei sehe ich ihm an, wie er leidet. Der Glanz in seinen Augen ist verschwunden und er wirkt fahl und eingefallen. Es tut so weh. Ich verfluche, dass ich im Krankenhaus arbeite und  mit seinem Krankheitsbild vertraut bin. Ich weiss um die Komplikationen und Risiken und möchte es am liebsten ignorieren.

Es tut so verdammt weh, einen Menschen leiden zu sehen, der mich schon das ganze Leben begleitet und fest einen Platz in meinem Herzen hat.

Ein Freund versucht mir zu erklären, dass ich ihm mit Mitleid keine  Hilfe bin und soll auf Mitgefühl umsteigen. Er hat Recht, nur bekomme ich es einfach nicht hin. Dabei muss ich stark sein. Für die Person, die plötzlich alleine dasteht. Aufgrund ihrer Immobilität unfähig  einzukaufen, Geld zu holen oder auch  alleine zu duschen.

Neben der Arbeit muss ich versuchen Unterstützung zu finden. Es ist frustrierend. Die Spitex wird von der Krankenkasse nicht bezahlt. Und da sie sich  die Haare noch selbstständig kämmen  und auch das WC alleine aufsuchen kann, wird sie keiner Pflegestufe zugeordnet. Ich habe eine Riesenwut im Bauch. Auf das System, dem es egal ist, dass sie viel stürzt und nicht alleine aufstehen kann. Dem es egal ist, was sie isst. Der einzige Vorteil von Wut ist, dass sie von der Sorge und Angst ablenkt.

Zum Glück funktioniert die Familie. Auf sie ist Verlass. Zumindest kann sie kurzfristig auffangen. Es wird ein System entwickelt, um etwas Sicherheit gewährleisten zu können. Geschwister, die sehr weit weg wohnen, übernehmen die Telefonate. Besorgungen und Krankenbesuche liegen bei mir.

Ich mache es gerne. Aber es zehrt an der Substanz. Eine Dauerlösung ist es gewiss nicht. Irgendwann muss ein Plan B her.

Bis dahin verlangt die Situation  einiges ab. Der Tag hat definitiv zu wenig Stunden. Emotional und organisatorisch werden Höchstleistungen abgerufen. Von einem Tag auf den anderen…. ich habe etwas Boden unter den Füssen verloren…

 

 

 

 

Senioren stürmten die Reutemühle

 

Trotz aller Beschwerden liessen sich ein paar Senioren darauf ein, mit mir den Haustierhof Reutemühle zu besuchen. Das  Strahlen in ihren Augen verriet mir , dass Sie dabei glücklich waren. Sie mischten sich zügig unter die anderen Besucher. Mit  Begeisterung wurde gestreichelt und gefüttert, was das Zeug hielt. Kindheitserinnerungen wurden wiederbelebt und urkomische Geschichten von Erlebnissen mit Tieren erzählt. Eine neugierige Ziege, die sich zu sehr mit einer Tasche beschäftigte, leitete man sanft mit dem Gehstock in eine andere Richtung. Eifer und motorische Defizite liessen die Damen und Herren teilweise ruppig wirken, wenn sie über Kinder stolperten, um ein Hausschwein zu füttern. Ansonsten verlief jedoch alles gut über die Bühne.

Die Reutemühle bietet ein barrierefreies Gelände mit Sitzmöglichkeiten für zwischendurch. Ausserdem gibt es eine kleine ebenerdige Gaststätte mit behindertengerechtem WC. Also alles da, was den Aufenthalt erleichtert.

Die Zeit verging im Fluge und ich war überrascht, wie ausdauernd meine Senioren sein konnten. Die einzige Person, die schlapp machte, war wohl ich. In Dauerschleife musste ich Schilder vorlesen oder Grossbestellungen von Tierfutter entgegen nehmen. Das schlaucht!

Das Lachen und die ausgelassene Stimmung der Senioren hat die positive Wirkung der Tiere auf Körper und Geist wieder einmal bestätigt.

Jedem zu empfehlen. Für Kinder und Senioren ist diese Art von Entschleunigung eine wertvolle Bereicherung.

Einfach mal hingehen!

 

 

 

Klassische Massage

Wer kennt das nicht: Stress, einseitige Bewegungen, Bewegungsmangel führen auf Dauer zu physischen und psychischen Problemen. Wer dann in den Genuss einer Massage kommt,  genießt sie in vollen Zügen. Zwischen 20-90 min darf man schnurren und sich der Wärme und den wohltuenden Berührungen hingeben.

Obwohl die Wirkungen einer Massage auf den Menschen bekannt sind, werden Massagen immer seltener verschrieben und bezahlt. Die Alternative selbst zu zahlen, scheitert meist am Geldbeutel. Daher verwundert es nicht, dass meine Verwandte, Freunde und Arbeitskollegen sofort inne halten, wenn meine Hand nur die kleinste Andeutung einer Massage ankündigt. Dabei bin ich nur Hobby-Muskel-Drückerin und bin nicht sehr kreativ in meinen Griffen.

So beschloss ich, mich mehr mit der klassischen Massage  zu beschäftigen. Sie ist die älteste Massageart und ich kann sie gut mit meiner klinischen Ausbildung vereinbaren. Sie gehört zu den direkten Massagen. In Deutschland dürfen nur Masseure, Physiotherapeuten und Heilpraktiker diese Massage anbieten und einen Körperteil „behandeln“. Allerdings ist die klassische Massage kein geschützter Begriff, so dass man diese Massage in vielen Spas, Hotels und anderen Einrichtungen erhalten kann. Allerdings ist es hier ein Tabu, eine Diagnose zu stellen oder das Wort Therapie in den Mund zu nehmen. Verständlicherweise, denn der Körper ist nun mal sehr komplex und es gibt einiges zu beachten. Aber wer hat schon was gegen eine Wellness-Massage einzuwenden?

So meldete ich mich also mutig bei einem 2-Tages-Seminar an, um Grifftechniken zu lernen. Berührungsängste kenne ich nicht, dennoch war mir etwas mulmig zumute.

Die Vorstellungsrunde der Teilnehmer war spannend: 14 Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können: Von Hausfrauen bis zum IT-ler, über Esoteriker und Hobbymasseure…alles dabei. Da ein gemeinsames Ziel bekanntlich verbindet, war die Atmosphäre schnell entspannter und die Gruppen bildeten sich ebenso unkompliziert.

Nach einer kurzen und informativen Stunde über Rechte, Indikationen und Komplikationen… ging es sofort an den Mann bzw. die Frau. Jetzt wurde es anstrengend. Unter Aufsicht wurde massiert, erklärt, massiert, Haltung korrigiert, massiert und nochmals massiert. Nach zwei Tagen kneten, walken, streichen und reiben, sind einige Grundgriffe gelernt und an verschiedenen Personen getestet. Die Ganzkörpermassage, die jedoch jeder am Ende des Kurses selbst bekam, entlohnte für die Mühe davor.

Nun heißt es verinnerlichen und viel üben. Der Wille ist da, nur die Zeit ist etwas knapp. Eine Massageliege ist bereits gekauft und steht mitten im Büro, was nicht besonders dekorativ ist, aber nicht anders regelbar ist. Freiwillige finden sich- oh Wunder- ohne Probleme.

Noch bin ich selbst angespannt, aber ich freue mich auf die Zeit, wenn ich beim Massieren selbst  zur Ruhe komme. Eine gute Ergänzung zu meinem restlichen Leben. Es ist schön zu sehen, wenn alte Menschen  allein durch die Berührungen mehr Lebensenergie bekommen, oder das Kopfweh einer Freundin verschwindet…..

Das einzige Problem dabei: Ich werde wohl weiterhin das Auffüllen meines Energiespeicher durch Massage bezahlen und planen müssen. Schniff. Oder gibt es Freiwillige? Dann gerne eine Mail an mich 😉

Der grosse Trip

Unspektakulär und dennoch faszinierend war diese Verfilmung der gleichnamigen Memoiren von Cheryl Strayed. Ein authentischer Film über eine Frau, die am Tiefpunkt ihres Lebens ankommt.  Sie wagt einen Neuanfang und entscheidet sich  den Pacific Crest Trail zu gehen. 1000 Meilen zu Fuss, die Psyche und Physe herausfordern. Und das nur mit dem einen Ziel:  Sich selbst wieder zu finden.

Nun gut. Selbstfindung mag derzeit ein Modewort sein. Trotzdem lohnt es sich diesen Film anzuschauen. Es ist ein stiller Film, der von schönen Bildern und einer ausdrucksstarken Schauspielerin (Reese Witherspoon) lebt.

Dieser Film hat mich inspiriert und ich stecke schon in freudiger Vorbereitung für meinen kleinen Trip in die Natur…

Freundschaft : Mann – Frau

 

Meine Hand hätte ich für ihn in das Feuer gehalten. Umso mehr war ich enttäuscht, dass plötzlich,  nach jahrelanger Freundschaft, der Faktor Kuscheln ins Spiel kam. Nur weil Frau eine Beziehung beendet hat ? Sch…

Viele Abende und Nächte wurde geulkt, gequasselt,etwas unternommen…ohne, dass jemals eine Hand plötzlich um die Hüfte gelegt und das Knie gestreichelt wurde. Wie glücklich war ich, wenn nach längeren Wiedersehenspausen die Chemie gestimmt hat und alles wie immer war. Intime Gespräche waren nie peinlich und Abende mit reichlich Alkohol wurden nie ein Desaster.  Ein erotischer Funke sprang nie über. Das Thema „wir“ kam nie auf. Schliesslich kannte man sich schon über 20 Jahre und jeder hatte seine eigene Liebesgeschichten.

Seit jener Streicheleinheit, sanft und doch deutlich, ist alles anders. Nach einem „Nein“ zog sich diese  Hand wieder zurück und trotzdem  ist nichts mehr wie es war. Sätze wie: “ Du hast dich doch nicht mehr zu rechtfertigen. Komm schon. Nur kuscheln. Das tut doch gut “ ,brachten mich dann endgültig aus der Fassung.

Der letzte Kontakt ist schon einige Wochen her. Voller Wehmut denke ich an die Zeit „davor“ zurück.  Viele nennen mich naiv. Vielleicht ist es so. Und trotzdem gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass die noch bestehenden Freundschaften/Kontakten mit Männern weiterhin so bereichernd wie bisher bleiben.

 

Leben und Tod

Jeden Menschen trifft es irgendwann mal und er wird sterben. Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt. Wie ein Faustschlag ins Gesicht trifft es die Angehörigen und Freunde, die sich plötzlich mit dem Thema Sterben /Tod auseinandersetzen müssen. Beerdigungen gehen in Trance vorbei und man versinkt in den eigenen Gedanken. Bekommt Angst. Gerade Senioren im hohen Alter, oder Kranke sehen vielleicht sich schon selbst als nächster. Oder man reflektiert das eigene Leben und ver-zweifelt eventuell am bisherigen Verlauf.

Ich finde die Aussagen von Bronnie Ware richtig. Immer wieder muss man sich die Frage stellen: „Lebe ich mein Leben so, wie ich es will?“ Oder lässt man sich zu sehr von der Aussenwelt beeinflussen? Schon kleine Veränderungen können das Leben lebenswert gestalten und das Glück herausholen.

Wer ein erfülltes Leben gelebt hat, kann besser loslassen. Hier ein kleiner Auszug von Bronnie Ware, die für ihr Buch: 5 Dinge, die Sterbende am meiste bereuen bekannt ist.

Blasenentzündung

Mist! Eine Blasenentzündung tritt erfahrungsgemäß dann auf, wenn ein Arztbesuch nicht  möglich ist. Die Blase weis genau, wann Frau im Urlaub ist. Oder sie sucht sich ein Wochenende bzw. eine Nacht aus, in der sie unentwegt „Harndrang“ zum Hirn ruft. Auf der Toilette wird  dann mit Urin gegeizt und es kommen Schmerzen dazu.

Ich bin einer schnellen Antibiotika-Behandlung nicht abgeneigt, denn die Schmerzen können ziemlich unangenehm werden.  Was Schmerzen anbelangt, bin ich eine Mimose. Allerdings ist mir bewusst, dass die Antibiotika-Behandlung, wegen Bildung möglicher resistenter Keime, nicht unbedingt das Gelbe vom Ei ist. Was habe ich darum schon alles für Alternativen getestet! Vom Preiselbeersaft, der mich aufjaulen lies, bis hin zu einer Wasser-Volldiät.

Endlich habe ich dann ein Hausmittel für mich entdeckt, dass mich überzeugte : NATRON. Das kann man sehr günstig in jeder Drogerie und teilweise auch in Lebensmittelläden kaufen. Natron alkalisiert den Urin und bewirkt , dass er nicht mehr so stark brennt.

Mein Tipp, der zickenden Blase den Kampf anzusagen:

Bei den ersten Anzeichen  einer drohenden Attacke, wie Brennen oder Stechen :

  • 1/2 Ltr. Wasser (ohne Kohlensäure)  mit einem Teelöffel Natron (Natriumbikarbonat) trinken.
  • In den folgenden 3 Stunden alle 2o Minuten ca 250 ml Flüssigkeit trinken (Tee,Wasser..von Kaffee und säurehaltigen Getränken ist abzuraten).
  • Ich gönne mir ein gewöhnliches Schmerzmittel.
  • Nach ca 45 min aufs WC maschieren und pinkeln, was das Zeug hält. Dabei noch kräftig auf die Zähne beissen. Tut meist noch weh. Der Schmerz beim Urinieren lässt aber langsam nach, wenn viel Wasser durch die Blase geflossen ist.
  • Nach den 3 Stunden kann die Menge verringert werden.
  • Ich trinke anschliessend stündlich min. 500 ml Wasser mit wieder einem Teelöffel Natron.  Das mache ich so 4-5 Stunden. Danach trinke ich einfach nur noch Tee habe meist schon wieder ein Lächeln im Gesicht. Denn diese drei Schmerzstiller Wasser, Natron und das Analgetikum tun brav ihre Arbeit.
  • Wenn möglich, kombiniert man diese Aktion mit einem Dauerabo auf dem WC und einer wohltuenden Wärmeflasche auf dem Unterbauch.

Bisher bekam ich damit die meisten Blasenentzündungen in den Griff. Sind jedoch die Schmerzen unveränderlich oder stärker, sollte dann doch ein Arzt aufgesucht werden. Denn die  Bakterien (das sind meist Coli-Bakterien), die eine Blasenentzündung hervorrufen, können auch die Nieren aufsuchen. Nicht lustig!