Wandern am Gardasee – Monte Baldo

Nachdem  ich die getestete leichte Route des Wanderführer Kompass am Gardasee nicht berauschend fand, wagte ich mich trotz der Schlechtwetterwarnung für den Nachmittag an eine mittelschwere Route ran. Der Cima Valdritta auf dem Monte Baldo fand ich genau richtig für mich. Nur 500 hm Aufstieg zum 2218 m  hohen Gipfel.  Ganz mein Geschmack.

Also packe ich wieder meinen Rucksack mit Regenbekleidung, Stöcken, Vesper und viel Wasser. Schwer beladen steig ich in die Seilbahn von Malcesine ein. Dort lerne ich auch prompt den sympathischen Wanderer Markus kennen, der mich begleitet. Die Seilbahn bringt uns auf die Bergstation auf 1752 m.Kommentare 0

Von dort geht es gemütlich leicht abwärts in den Bocca Tratto Spino. Bevor der Weg nun alpiner wird , kann man Steinmännchen bewundern, die hier mit Muse gebaut wurden. Der Weg wird nun steinig  und verengt sich zur Cima delle Pozzette- 2132 m hin. Ein hochroter Kopf ist nun Dauerzustand. Dummerweise ist es erstens doch wärmer als vermutet und zweitens entpuppt sich mein Begleiter als ziemlich sportlich und spornt mich zu Höchstleistungen an. Statt 1,5 h zum Cima Pozzetta nur 2 h. Boah! Er lässt sich auch nicht abbringen, nachdem ich ihm die Ausrüstung um den Hals hänge. Pff.

Auf dem Gipel des Cima della Pozzette fordere ich meine wohlverdiente Pause ein. Schön hier. Aussicht auf den Gardasee zur einen Seite hin und zur anderen Seite kann man die Wiesen und das anschliessende Tal bewundern.

Was für das Auge wunderschön ist, ist für einen Weitermarsch bedenklich. Dunkelgraue Wolken ziehen schon hoch und bedecken bald den Cima Valdritta vor uns. Die Wettervorhersage mit Regen und Gewitter scheint etwas früher zu zutreffen. Das ist zu gefährlich und wir begeben uns auf den Rückweg. Auf der Bergstation ist es noch schwülwarm und so entscheiden wir uns für den Abstieg auf die Mittelstation. Manchmal ist es besser, wenn man nicht weiss, was auf einen zukommt. Wackelpudding in den Knien war die Folge des Abstiegs nach St. Michele auf 556 m. Hier nieselt es bereits leicht und ich freue mich auf die ankommende Seilbahn.

 

 

In Malcesine hört man nur in der Ferne das Grollen des vorbeiziehendes Gewitters und das leckere Abendessen ist ein toller Ausklang. Alles richtig gemacht.  Diese Tour möchte ich gerne nochmals vollständig laufen…

 

 

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Martina

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