Wandern im Dezember im Alpstein….geht doch

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Der letzte Schneefall ist schon eine Weile her. Lange habe ich in der Ferne die Alpen mit den kleinen weissen Klecksen drauf betrachtet und überlegt, ob ein Winterspaziergang machbar ist.  Ein Versuch ist es wert.

Da es in den Bergen auch zugig sein kann, packen wir alles erdenkliche ein, um den erwarteten arktischen Temperaturen zu trotzen. Dazu Unmengen Proviant. Vollgepackt steigen wir in die Seilbahn und lassen uns am späten Vormittag auf den Hohen Kasten (ca 1800M) bringen. Dort die Überraschung: Es hat Plusgrade! Die Handschuhe und der dicke Fleece wandern in den Rucksack, der nun eine Wochenexpedition vortäuscht.

Die Sonne strahlt mit uns um die Wette, denn auf ein solch traumhaftes Panorama sind wir nicht vorbereitet. Wir starten auf dem Grüezi-Weg, der im Sommer oft überfüllt ist und marschieren auf dem  Grat entlang mit vielen Vesper-,Guck-und Fotopausen zum Restaurant Stauberer. Der Weg ist grandios. Links der Blick Richtung Rheintal, das von Wolken bedeckt ist. Rechts,  zum Sämtisersee hin,  ist es schattig, aber die Farben der Umgebung sind ein beeindruckender Kontrast zu der Sonnenseite.  Zudem begegnen uns mehr Steinböcke und Gämse als Wanderer. Erst in der Nähe sehe ich , was für majestätische Wesen sie sind. Vorsichtig muss man trotzdem sein, denn die Steine können tückisch glatt sein. Auch einzelne vereiste Flächen machen den zum Glück sonst einfach begehbaren Weg spannend.

 

Die meisten Hütten bieten ab Oktober zwar keine Übernachtungsmöglichkeiten mehr an, öffnen aber ihre Türen doch auch mal für einen Kaffee. Also wieder ein Päuschen.  Dann nehmen wir den kniefeindlichen  Weg zum Plattenbödeli. Hier wird es dann doch mal ziemlich rutschig. Der gefrorene Raureif bildet eine natürliche Rutsche, die ich nicht wirklich nutzen möchte.

Die Sonne ist am untergehen und wir erreichen vor Einbruch der Dunkelheit entspannt und glücklich die Seilbahnstation in Brülisau.

Hier noch die Daten:

http://out.ac/aGq3X

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Martina

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