alle Jahre wieder: Zeckenalarm… Impfung empfohlen

 

Der Süden Deutschlands bietet ein wunderbares Wandernetz in Wald- und Wiesenregionen. Unterwegs begegnet man  Schilder, die einen an diese kleinen Biester erinnern, die ziemlich unangenehme Überraschungen auf Lager haben können.  Die Zecken, oder auch  Holzböcke genannt, sind kleine Blutsauger, die bevorzugt an feucht-warme und gut durchblutete Stellen andocken. Somit ist die Kniekehle, der Haaransatz, oder auch die Leistenregion ein häufig ausgesuchter Schlemmerplatz.  Das abgezwackte Blut kann der Mensch gut verkraften. Allerdings  sind gerade in Süddeutschland viele Zecken mit Bakterien oder auch Viren infiziert, die sie über den Speichel beim Saugvorgang übertragen. Zecken können vor allem diese zwei Krankheiten übertragen:

Bakteriell:  Lyme-Borreliose

oder/und

Viral: FSME (= Frühsommer-Meningoencephalitis)

 

Borreliose:

Knapp jede 3.Zecke trägt die Borrelien in sich und ist damit viel stärker als FSME verbreitet. Es werden 60.000 – 100.000 Borreliosefälle jährlich in Deutschland vermutet. Früh erkannt lässt sich die Borreliose gut mit Antibiotika behandeln. Deshalb schadet ein Test 2-4Wochen nach einem Zeckenstich nicht, da das Krankheitsbild oft schwer zuzuordnen ist. Und die Spätschäden sind meist nicht mehr gut behandelbar und gehen eventuell mit langjährigen Beschwerden einher.

 FSME:

Die Verbreitung ist hauptsächlich in Süddeutschland zu finden. 2014 wurden in Baden-Württemberg 107 FSME-Fälle gemeldet. Hört sich wenig an, ist aber eine ziemlich fiese Erkrankung, da es keine Medikamente zur Behandlung gibt. Diese Viren verursachen eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute. Etwa jeder 3. Infizierte entwickelt Krankheitszeichen. In  0.5% der Fälle  verläuft die Krankheit tödlich. Ich habe eine 20jährige binnen 2 Wochen sterben sehen und habe mich deshalb gegen FSME impfen lassen.

 

 

 

 

  • Was tun, wenn eine Zecke bei Dir angedockt hat?
  • Bitte nicht den Rettungsdienst kommen lassen! (Das ist  kein Scherz,  im Krankenhaus erlebt man Dinge…).
  • Zecke mit einer Pinzette oder einem speziellen Zeckenentferner möglichst bald entfernen. Kein Kleber, Öl o.ä. nicht auf die Zecke, denn wenn sich die Zecke „erbricht“, kann es noch schneller zu einer Infektion kommen. Zudem dauert das Absterben zu lange und kann unangenehme Infektionen an der Einstichstelle bilden.
  • Zeckenstich im Hinterkopf behalten und bei Krankheitssymptomen  den Arzt aufsuchen!  Event. nach 2-4 Wochen einen Borreliose-Test beim Hausarzt machen lassen.

 

 

Lasst Euch das Wald- und Wiesenerlebnis nicht madig machen. Ein kurzes Zecken-Absuchen  nach einer Wanderung ist minim zeitaufwändig und kann einem Zeckenstich vorbeugen. Wanderzeit = Zeckenzeit (März- Oktober)

 

 

 

 

 

 

Bilder-Quellen:

  • Bundesamt Gesundheit Baden-Württemberg
  • Robert-Koch-Institut
  • Zeckenwetter.de

 

 

 

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Martina

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